Online-Redaktion

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Samstag, 26 Mai 2018 10:30

Datenschutzerklärung

Datenschutzerklärung


Die nachfolgende Datenschutzerklärung gilt für die Nutzung unseres Online-Angebots [www.l-ump.net] (nachfolgend „Website“).


Wir messen dem Datenschutz große Bedeutung bei. Die Erhebung und Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten geschieht unter Beachtung der geltenden datenschutzrechtlichen
Vorschriften, insbesondere der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).


1 Verantwortlicher


Verantwortlicher für die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung Ihrer personenbezogenen Daten im Sinne von Art. 4 Nr. 7 DSGVO ist


[L-UMP.net, Lindenallee 10, D-16303 Schwedt/Oder]

Sofern Sie der Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung Ihrer Daten durch uns nach Maßgabe dieser Datenschutzbestimmungen insgesamt oder für einzelne Maßnahmen widersprechen wollen, können Sie Ihren Widerspruch an den Verantwortlichen richten.

Sie können diese Datenschutzerklärung jederzeit speichern und ausdrucken.


2 Allgemeine Zwecke der Verarbeitung


Wir verwenden personenbezogene Daten zum Zweck des Betriebs der Website und für Werbezwecke. 

3 Welche Daten wir verwenden und warum


3.1 Hosting

Die von uns in Anspruch genommenen Hosting-Leistungen dienen der Zurverfügungstellung der folgenden Leistungen: Infrastruktur- und Plattformdienstleistungen, Rechenkapazität, Speicherplatz und Datenbankdienste, Sicherheitsleistungen sowie technische Wartungsleistungen, die wir zum Zweck des Betriebs der Website einsetzen.


Hierbei verarbeiten wir, bzw. unser Hostinganbieter Bestandsdaten, Kontaktdaten, Inhaltsdaten, Vertragsdaten, Nutzungsdaten, Meta- und Kommunikationsdaten von Kunden, Interessenten und Besuchern dieser Website auf Grundlage unserer berechtigten Interessen an einer effizienten und sicheren Zurverfügungstellung unserer Website gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 f) DSGVO i.V.m. Art. 28 DSGVO.

3.2 Zugriffsdaten

Wir sammeln Informationen über Sie, wenn Sie diese Website nutzen. Wir erfassen automatisch Informationen über Ihr Nutzungsverhalten und Ihre Interaktion mit uns und registrieren Daten zu Ihrem Computer oder Mobilgerät. Wir erheben, speichern und nutzen Daten über jeden Zugriff auf unsere Website (sogenannte Serverlogfiles). Zu den Zugriffsdaten gehören:

    • Name und URL der abgerufenen Datei
    • Datum und Uhrzeit des Abrufs
    • übertragene Datenmenge
    • Meldung über erfolgreichen Abruf (HTTP response code)
    • Browsertyp und Browserversion
    • Betriebssystem
    • Referer URL (d.h. die zuvor besuchte Seite)
    • Websites, die vom System des Nutzers über unsere Website aufgerufen werden
    • Internet-Service-Provider des Nutzers
    • IP-Adresse und der anfragende Provider

Wir nutzen diese Protokolldaten ohne Zuordnung zu Ihrer Person oder sonstiger Profilerstellung für statistische Auswertungen zum Zweck des Betriebs, der Sicherheit und der Optimierung unserer Website, aber auch zur anonymen Erfassung der Anzahl der Besucher auf unserer Website (traffic) sowie zum Umfang und zur Art der Nutzung unserer Website und Dienste, ebenso zu Abrechnungszwecken, um die Anzahl der von Kooperationspartnern erhaltenen Clicks zu messen. Aufgrund dieser Informationen können wir personalisierte und standortbezogene Inhalte zur Verfügung stellen und den Datenverkehr analysieren, Fehler suchen und beheben und unsere Dienste verbessern.


Hierin liegt auch unser berechtigtes Interesse gemäß Art 6 Abs. 1 S. 1 f) DSGVO.

Wir behalten uns vor, die Protokolldaten nachträglich zu überprüfen, wenn aufgrund konkreter
Anhaltspunkte der berechtigte Verdacht einer rechtswidrigen Nutzung besteht. IP-Adressen speichern wir für einen begrenzten Zeitraum in den Logfiles, wenn dies für Sicherheitszwecke erforderlich oder für die Leistungserbringung oder die Abrechnung einer Leistung nötig ist, z. B. wenn Sie eines unserer Angebote nutzen. Nach Abbruch des Vorgangs der Bestellung oder nach Zahlungseingang löschen wir die IP-Adresse, wenn diese für Sicherheitszwecke nicht mehr erforderlich ist. IP-Adressen speichern wir auch dann, wenn wir den konkreten Verdacht einer Straftat im Zusammenhang mit der Nutzung unserer Website haben. Außerdem speichern wir als Teil Ihres Accounts das Datum Ihres letzten Besuchs (z.B. bei Registrierung, Login, Klicken von Links etc.).

3.3 Cookies

Wir verwenden sogenannte Session-Cookies, um unsere Website zu optimieren. Ein Session-Cookieist eine kleine Textdatei, die von den jeweiligen Servern beim Besuch einer Internetseite verschickt und auf Ihrer Festplatte zwischengespeichert wird. Diese Datei als solche enthält eine sogenannte Session-ID, mit welcher sich verschiedene Anfragen Ihres Browsers der gemeinsamen Sitzung zuordnen lassen. Dadurch kann Ihr Rechner wiedererkannt werden, wenn Sie auf unsere Website zurückkehren. Diese Cookies werden gelöscht, nachdem Sie Ihren Browser schließen. Sie dienen z.B. dazu, dass Sie die Warenkorbfunktion über mehrere Seiten hinweg nutzen können.

Wir verwenden in geringem Umfang auch persistente Cookies (ebenfalls kleine Textdateien, die auf Ihrem Endgerät abgelegt werden), die auf Ihrem Endgerät verbleiben und es uns ermöglichen, Ihren Browser beim nächsten Besuch wiederzuerkennen. Diese Cookies werden auf Ihrer Festplatte gespeichert und löschen sich nach der vorgegebenen Zeit von allein. Ihre Lebensdauer beträgt 1 Monat bis 10 Jahre. So können wir Ihnen unser Angebot nutzerfreundlicher, effektiver und sicherer präsentieren und Ihnen beispielsweise speziell auf Ihre Interessen abgestimmte Informationen auf der Seite anzeigen.

Unser berechtigtes Interesse an der Nutzung der Cookies gemäß Art 6 Abs. 1 S. 1 f) DSGVO liegt darin, unsere Website nutzerfreundlicher, effektiver und sicherer zu machen.

In den Cookies werden etwa folgende Daten und Informationen gespeichert:

  • Log-In-Informationen
  • Spracheinstellungen
  • eingegebene Suchbegriffe
  • Informationen über die Anzahl der Aufrufe unserer Website sowie Nutzung einzelner
    Funktionen unseres Internetauftritts.

Bei Aktivierung des Cookies wird diesem eine Identifikationsnummer zugewiesen und eine Zuordnung Ihrer personenbezogenen Daten zu dieser Identifikationsnummer wird nicht vorgenommen. Ihr Name, Ihre IP-Adresse oder ähnliche Daten, die eine Zuordnung des Cookies zu Ihnen ermöglichen würden, werden nicht in den Cookie eingelegt. Auf Basis der Cookie-Technologie erhalten wir lediglich pseudonymisierte Informationen, beispielsweise darüber, welche Seiten unseres Shops besucht wurden, welche Produkte angesehen wurden, etc.


Sie können Ihren Browser so einstellen, dass Sie über das Setzen von Cookies vorab informiert werden und im Einzelfall entscheiden können, ob Sie die Annahme von Cookies für bestimmte Fälle oder generell ausschließen, oder dass Cookies komplett verhindert werden. Dadurch kann die Funktionalität der Website eingeschränkt werden.

3.4 Daten zur Erfüllung unserer vertraglichen Pflichten

Wir verarbeiten personenbezogene Daten, die wir zur Erfüllung unserer vertraglichen Pflichten benötigen, etwa Name, Adresse, E-Mail-Adresse, bestellte Produkte, Rechnungs- und
Zahlungsdaten. Die Erhebung dieser Daten ist für den Vertragsschluss erforderlich.

Die Löschung der Daten erfolgt nach Ablauf der Gewährleistungsfristen und gesetzlicher Aufbewahrungsfristen. Daten, die mit einem Nutzerkonto verknüpft sind (siehe unten), bleiben in
jedem Fall für die Zeit der Führung dieses Kontos erhalten.

Die Rechtgrundlage für die Verarbeitung dieser Daten ist Art. 6 Abs. 1 S. 1 b) DSGVO, denn diese Daten werden benötigt, damit wir unsere vertraglichen Pflichten Ihnen gegenüber erfüllen können.


3.5 Nutzerkonto


Sie können auf unserer Website ein Nutzerkonto anlegen. Wünschen Sie dies, so benötigen wir die beim Login abgefragten personenbezogenen Daten. Beim späteren Einloggen werden nur Ihre Email bzw. Benutzername und das von Ihnen gewählte Passwort benötigt.

Für die Neuregistrierung erheben wir Stammdaten (z. B. Name, Adresse), Kommunikationsdaten (z. B. E-Mail-Adresse) und Zahlungsdaten (Bankverbindung) sowie Zugangsdaten (Benutzername u. Passwort).


Um Ihre ordnungsgemäße Anmeldung sicherzustellen und unautorisierte Anmeldungen durch Dritte zu verhindern, erhalten Sie nach Ihrer Registrierung einen Aktivierungslink per E-Mail, um Ihren Account zu aktivieren. Erst nach erfolgter Registrierung speichern wir die von Ihnen übermittelten Daten dauerhaft in unserem System.

Sie können ein einmal angelegtes Nutzerkonto jederzeit von uns löschen lassen, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen. Eine Mitteilung in Textform an die unter Ziffer 1 genannten Kontaktdaten (z.B. E-Mail, Fax, Brief) reicht hierfür aus. Wir werden dann Ihre gespeicherten personenbezogenen Daten löschen, soweit wir diese nicht noch zur Abwicklung von Bestellungen oder aufgrund gesetzlicher Aufbewahrungspflichten speichern müssen.

Rechtgrundlage für die Verarbeitung dieser Daten ist Ihre Einwilligung gemäß Art. 6 Abs. 1 S. 1 a) DSGVO.

3.6 Newsletter

Zur Anmeldung für den Newsletter werden die im Anmeldeprozess abgefragten Daten benötigt. Die Anmeldung zum Newsletter wird protokolliert. Nach der Anmeldung erhalten sie auf die angegebene Emailadresse eine Nachricht, in der Sie um die Bestätigung der Anmeldung gebeten werden ("Double Opt-in"). Das ist notwendig, damit sich nicht Dritte mit ihrer Emailadresse anmelden können. Sie können jederzeit Ihre Einwilligung zum Empfang des Newsletters widerrufen und somit den
Newsletter abbestellen.


Wir speichern die Anmeldedaten solange diese für den Versand des Newsletters benötigt werden. Die Protokollierung der Anmeldung und die Versandadresse speichern wir, solange ein Interesse am Nachweis der ursprünglich gegebenen Einwilligung bestand, in der Regel sind das die Verjährungsfristen für zivilrechtliche Ansprüche, mithin maximal drei Jahre.

Rechtsgrundlage für den Versand des Newsletters ist Ihre Einwilligung gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 a) iVm Art. 7 DSGVO iVm § 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG. Rechtsgrundlage für die Protokollierung der Anmeldung ist unser berechtigtes Interesse am Nachweis, dass der Versand mit Ihrer Einwilligung vorgenommen wurde.


Sie können die Anmeldung jederzeit rückgängig machen, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen. Eine Mitteilung in Textform an die unter Ziffer 1 genannten Kontaktdaten (z.B. E-Mail, Fax, Brief) reicht hierfür aus. Selbstverständlich finden Sie auch in jedem Newsletter einen Abmelde-Link.

3.7 Produktempfehlungen

Wir senden Ihnen unabhängig vom Newsletter regelmäßig Produktempfehlungen per E-Mail zu. Auf diese Weise lassen wir Ihnen Informationen über Produkte aus unserem Angebot zukommen, für die Sie sich auf Grundlage Ihrer letzten Käufe von Waren oder Dienstleistungen bei uns interessieren könnten. Dabei richten wir uns streng nach den gesetzlichen Vorgaben. Dem können Sie jederzeit widersprechen, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten nach den Basistarifen entstehen. Eine Mitteilung in Textform an die unter Ziffer 1 genannten Kontaktdaten (z.B. E-Mail, Fax, Brief) reicht hierfür aus. Selbstverständlich finden Sie auch in jeder E-Mail einen Abmelde-Link.

Rechtsgrundlage hierfür ist die gesetzliche Erlaubnis nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 f) DSGVO iVm § 7 Abs. 3 UWG.

3.8 E-Mail Kontakt

Wenn Sie mit uns in Kontakt treten (z. B. per Kontaktformular oder E-Mail), verarbeiten wir Ihre
Angaben zur Bearbeitung der Anfrage sowie für den Fall, dass Anschlussfragen entstehen.

Erfolgt die Datenverarbeitung zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen, die auf Ihre Anfrage hin erfolgen, bzw., wenn Sie bereits unser Kunde sind, zur Durchführung des Vertrages, ist
Rechtsgrundlage für diese Datenverarbeitung Art. 6 Abs. 1 S. 1 b) DSGVO.

Weitere personenbezogene Daten verarbeiten wir nur, wenn Sie dazu einwilligen (Art. 6 Abs. 1 S. 1 a) DSGVO) oder wir ein berechtigtes Interesse an der Verarbeitung Ihrer Daten haben (Art. 6 Abs. 1 S. 1 f) DSGVO). Ein berechtigtes Interesse liegt z. B. darin, auf Ihre E-Mail zu antworten.


4 Google Analytics

Wir benutzen Google Analytics, einen Webanalysedienst der Google Inc. („Google“). Google Analytics verwendet sog. „Cookies“, Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden und die eine Analyse der Benutzung der Website durch Sie ermöglichen. Die durch den Cookie erzeugten Informationen über Benutzung dieser Website durch die Seitenbesucher werden in der Regel an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gespeichert.

Hierin liegt auch unser berechtigtes Interesse gemäß Art 6 Abs. 1 S. 1 f) DSGVO. Google hat sich dem zwischen der Europäischen Union und den USA geschlossenen Privacy-Shield-
Abkommen unterworfen und sich zertifiziert. Dadurch verpflichtet sich Google, die Standards und Vorschriften des europäischen Datenschutzrechts einzuhalten. Nähere Informationen können Sie dem nachfolgend verlinkten Eintrag entnehmen: https://www.privacyshield.gov/participant?id=a2zt000000001L5AAI&status=Active.


Wir haben die IP-Anonymisierung auf dieser Website aktiviert (anonymizeIp). Dadurch wird Ihre IPAdresse von Google jedoch innerhalb von Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder in anderen Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum zuvor gekürzt. Nur in Ausnahmefällen wird die volle IP-Adresse an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gekürzt. In unserem Auftrag wird Google diese Informationen benutzen, um die Nutzung der Website durch Sie auszuwerten, um Reports über die Websiteaktivitäten zusammenzustellen und um weitere mit der Websitenutzung und der Internetnutzung verbundene Dienstleistungen uns gegenüber zu erbringen.

Die im Rahmen von Google Analytics von Ihrem Browser übermittelte IP-Adresse wird nicht mit anderen Daten von Google zusammengeführt. Sie können die Speicherung der Cookies durch eine entsprechende Einstellung Ihrer Browser-Software verhindern; wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass Sie in diesem Fall gegebenenfalls nicht sämtliche Funktionen dieser Website vollumfänglich werden nutzen können.

Sie können darüber hinaus die Übertragung der durch das Cookie erzeugten und auf Ihre Nutzung der Website bezogenen Daten (inkl. Ihrer IP-Adresse) an Google sowie die Verarbeitung dieser Daten durch Google verhindern, indem Sie das unter dem folgenden Link verfügbare Browser-Plugin herunterladen und installieren: http://tools.google.com/dlpage/gaoptout?hl=de.


Alternativ zum Browser-Plugin oder innerhalb von Browsern auf mobilen Geräten können Sie auf den folgenden Link klicken, um ein Opt-Out-Cookie zu setzen, der die Erfassung durch Google Analytics innerhalb dieser Website zukünftig verhindert (dieses Opt-Out-Cookie funktioniert nur in diesem Browser und nur für diese Domain. Löschen Sie die Cookies in Ihrem Browser, müssen Sie diesen Link erneut klicken): [Google Analytics deaktivieren]

Hinweis für den Verantwortlichen (gehört nicht in die Datenschutzerklärung!):


Das von Google angebotene Browser-Plugin zum Deaktivieren des Cookies funktioniert nicht auf mobilen Endgeräten. Aber auch dort muss der Betroffene die Möglichkeit haben, die Erfassung seiner IP-Adresse zu verhindern. Daher muss ein spezielles Javascript eingebunden werden mit folgendem Code (wobei die „xxxxxxx“
für die Analytics ID stehen):

<script>
var gaProperty = 'UA-xxxxxxx-1';
var disableStr = 'ga-disable-' + gaProperty;
if (document.cookie.indexOf(disableStr + '=true') > -1) { window[disableStr] = true;
}
function gaOptout() {
document.cookie = disableStr + '=true; expires=Thu, 31 Dec 2099 23:59:59 UTC; path=/';
window[disableStr] = true; }
</script>
Der Link wird dann in der Datenschutzerklärung an der gelb markierten Stelle wie folgt eingebunden (wobei der
Link-Text zwischen den „>“ und „<“ frei wählbar ist:
<a href=“javascript:gaOptout()“>Google Analytics deaktivieren</a>
Die anonymizeIP-Funktion wird um die Zeile
ga('set', 'anonymizeIp', true);
ergänzt, etwa wie folgt:
<script>
(function(i,s,o,g,r,a,m){i['GoogleAnalyticsObject']=r;i[r]=i[r]||function(){
(i[r].q=i[r].q||[]).push(arguments)},i[r].l=1*new Date();a=s.createElement(o),
m=s.getElementsByTagName(o)[0];a.async=1;a.src=g;m.parentNode.insertBefore(a,m)
})(window,document,'script','https://www.google-analytics.com/analytics.js','ga');
ga('create', 'UA-XXXXXXXX-X', 'auto');
ga('require', 'displayfeatures');
ga('require', 'linkid', 'linkid.js');
ga('set', 'anonymizeIp', true);
ga('send', 'pageview');
</script>

5 Speicherdauer

Sofern nicht spezifisch angegeben speichern wir personenbezogene Daten nur so lange, wie dies zur Erfüllung der verfolgten Zwecke notwendig ist.

In einigen Fällen sieht der Gesetzgeber die Aufbewahrung von personenbezogenen Daten vor, etwa im Steuer- oder Handelsrecht. In diesen Fällen werden die Daten von uns lediglich für diese gesetzlichen Zwecke weiter gespeichert, aber nicht anderweitig verarbeitet und nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist gelöscht.

6 Ihre Rechte als von der Datenverarbeitung Betroffener

Nach den anwendbaren Gesetzen haben Sie verschiedene Rechte bezüglich Ihrer
personenbezogenen Daten. Möchten Sie diese Rechte geltend machen, so richten Sie Ihre Anfrage
bitte per E-Mail oder per Post unter eindeutiger Identifizierung Ihrer Person an die in Ziffer 1 genannte Adresse.

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über Ihre Rechte.

6.1 Recht auf Bestätigung und Auskunft

Sie haben das Recht auf eine übersichtliche Auskunft über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten.

Im Einzelnen:

Sie haben jederzeit das Recht, von uns eine Bestätigung darüber zu erhalten, ob Sie betreffende
personenbezogene Daten verarbeitet werden. Ist dies der Fall, so haben Sie das Recht, von uns eine unentgeltliche Auskunft über die zu Ihnen gespeicherten personenbezogenen Daten nebst einer Kopie dieser Daten zu verlangen. Des Weiteren besteht ein Recht auf folgende Informationen:

1. die Verarbeitungszwecke;
2. die Kategorien personenbezogener Daten, die verarbeitet werden;
3. die Empfänger oder Kategorien von Empfängern, gegenüber denen die personenbezogenen Daten offengelegt worden sind oder noch offengelegt werden, insbesondere bei Empfängern
in Drittländern oder bei internationalen Organisationen;
4. falls möglich, die geplante Dauer, für die die personenbezogenen Daten gespeichert werden, oder, falls dies nicht möglich ist, die Kriterien für die Festlegung dieser Dauer;
5. das Bestehen eines Rechts auf Berichtigung oder Löschung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten oder auf Einschränkung der Verarbeitung durch den
Verantwortlichen oder eines Widerspruchsrechts gegen diese Verarbeitung;
6. das Bestehen eines Beschwerderechts bei einer Aufsichtsbehörde;
7. wenn die personenbezogenen Daten nicht bei Ihnen erhoben werden, alle verfügbaren Informationen über die Herkunft der Daten;
8. das Bestehen einer automatisierten Entscheidungsfindung einschließlich Profiling gemäß Art. 22 Abs. 1 und 4 DSGVO und – zumindest in diesen Fällen – aussagekräftige Informationen
über die involvierte Logik sowie die Tragweite und die angestrebten Auswirkungen einer derartigen Verarbeitung für Sie. Werden personenbezogene Daten an ein Drittland oder an eine internationale Organisation übermittelt, so haben Sie das Recht, über die geeigneten Garantien gemäß Art. 46 DSGVO im
Zusammenhang mit der Übermittlung unterrichtet zu werden.

6.2 Recht auf Berichtigung

Sie haben das Recht, von uns die Berichtigung und ggf. auch Vervollständigung Sie betreffender
personenbezogener Daten zu verlangen.

Im Einzelnen:

Sie haben das Recht, von uns unverzüglich die Berichtigung Sie betreffender unrichtiger personenbezogener Daten zu verlangen. Unter Berücksichtigung der Zwecke der Verarbeitung haben Sie das Recht, die Vervollständigung unvollständiger personenbezogener Daten – auch mittels einer ergänzenden Erklärung – zu verlangen.

6.3 Recht auf Löschung ("Recht auf Vergessenwerden")

In einer Reihe von Fällen sind wir verpflichtet, Sie betreffende personenbezogene Daten zu löschen.

Im Einzelnen:

Sie haben gemäß Art. 17 Abs. 1 DSGVO das Recht, von uns zu verlangen, dass Sie betreffende personenbezogene Daten unverzüglich gelöscht werden, und wir sind verpflichtet, personenbezogene Daten unverzüglich zu löschen, sofern einer der folgenden Gründe zutrifft:


1. Die personenbezogenen Daten sind für die Zwecke, für die sie erhoben oder auf sonstige Weise verarbeitet wurden, nicht mehr notwendig.
2. Sie widerrufen Ihre Einwilligung, auf die sich die Verarbeitung gemäß Art. 6 Abs. 1 S. 1 a) DSGVO oder Art. 9 Abs. 2 a) DSGVO stützte, und es fehlt an einer anderweitigen
Rechtsgrundlage für die Verarbeitung.
3. Sie legen gemäß Art. 21 Abs. 1 DSGVO Widerspruch gegen die Verarbeitung ein und es liegen keine vorrangigen berechtigten Gründe für die Verarbeitung vor, oder Sie legen
gemäß Art. 21 Abs. 2 DSGVO Widerspruch gegen die Verarbeitung ein.
4. Die personenbezogenen Daten wurden unrechtmäßig verarbeitet.
5. Die Löschung der personenbezogenen Daten ist zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung nach dem Unionsrecht oder dem Recht der Mitgliedstaaten erforderlich, dem wir unterliegen.
6. Die personenbezogenen Daten wurden in Bezug auf angebotene Dienste der
Informationsgesellschaft gemäß Art. 8 Abs. 1 DSGVO erhoben.

Haben wir die personenbezogenen Daten öffentlich gemacht und sind wir gemäß Art. 17 Abs. 1 DSGVO zu deren Löschung verpflichtet, so treffen wir unter Berücksichtigung der verfügbaren Technologie und der Implementierungskosten angemessene Maßnahmen, auch technischer Art, um für die Datenverarbeitung Verantwortliche, die die personenbezogenen Daten verarbeiten, darüber zu informieren, dass Sie von ihnen die Löschung aller Links zu diesen personenbezogenen Daten oder von Kopien oder Replikationen dieser personenbezogenen Daten verlangt haben.


6.4 Recht auf Einschränkung der Verarbeitung

In einer Reihe von Fällen sind Sie berechtigt, von uns eine Einschränkung der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu verlangen.

Im Einzelnen:

Sie haben das Recht, von uns die Einschränkung der Verarbeitung zu verlangen, wenn eine der
folgenden Voraussetzungen gegeben ist:

1. die Richtigkeit der personenbezogenen Daten wird von Ihnen bestritten, und zwar für eine Dauer, die es uns ermöglicht, die Richtigkeit der personenbezogenen Daten zu überprüfen,
2. die Verarbeitung unrechtmäßig ist und Sie die Löschung der personenbezogenen Daten ablehnten und stattdessen die Einschränkung der Nutzung der personenbezogenen Daten
verlangt haben;
3. wir die personenbezogenen Daten für die Zwecke der Verarbeitung nicht länger benötigen, Sie die Daten jedoch zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von
Rechtsansprüchen benötigen, oder
4. Sie Widerspruch gegen die Verarbeitung gemäß Art. 21 Abs. 1 DSGVO eingelegt haben, solange noch nicht feststeht, ob die berechtigten Gründe unseres Unternehmens gegenüber
den Ihren überwiegen.

6.5 Recht auf Datenübertragbarkeit

Sie haben das Recht, Sie betreffende personenbezogene Daten maschinenlesbar zu erhalten, zu
übermitteln, oder von uns übermitteln zu lasen.

Im Einzelnen:


Sie haben das Recht, die Sie betreffenden personenbezogenen Daten, die Sie uns bereitgestellt
haben, in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten, und Sie haben das Recht, diese Daten einem anderen Verantwortlichen ohne Behinderung durch uns zu übermitteln, sofern

1. die Verarbeitung auf einer Einwilligung gemäß Art. 6 Abs. 1 S. 1 a) DSGVO oder Art. 9 Abs. 2 a) DSGVO oder auf einem Vertrag gemäß Art. 6 Abs. 1 S. 1 b) DSGVO beruht und
2. die Verarbeitung mithilfe automatisierter Verfahren erfolgt. Bei der Ausübung Ihres Rechts auf Datenübertragbarkeit gemäß Absatz 1 haben Sie das Recht, zu
erwirken, dass die personenbezogenen Daten direkt von uns einem anderen Verantwortlichen übermittelt werden, soweit dies technisch machbar ist.

6.6 Widerspruchsrecht

Sie haben das Recht, aus einer rechtmäßigen Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten durch
uns zu widersprechen, wenn sich dies aus Ihrer besonderen Situation begründet und unsere Interessen an der Verarbeitung nicht überwiegen.

Im Einzelnen:


Sie haben das Recht, aus Gründen, die sich aus Ihrer besonderen Situation ergeben, jederzeit gegen
die Verarbeitung Sie betreffender personenbezogener Daten, die aufgrund von Art. 6 Abs. 1 S. 1 e) oder f) DSGVO erfolgt, Widerspruch einzulegen; dies gilt auch für ein auf diese Bestimmungen gestütztes Profiling. Wir verarbeiten die personenbezogenen Daten nicht mehr, es sei denn, wir können zwingende schutzwürdige Gründe für die Verarbeitung nachweisen, die Ihre Interessen, Rechte und Freiheiten überwiegen, oder die Verarbeitung dient der Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen. Werden personenbezogene Daten von uns verarbeitet, um Direktwerbung zu betreiben, so haben Sie
das Recht, jederzeit Widerspruch gegen die Verarbeitung Sie betreffender personenbezogener Daten zum Zwecke derartiger Werbung einzulegen; dies gilt auch für das Profiling, soweit es mit solcher Direktwerbung in Verbindung steht.

Sie haben das Recht, aus Gründen, die sich aus Ihrer besonderen Situation ergeben, gegen die Sie
betreffende Verarbeitung Sie betreffender personenbezogener Daten, die zu wissenschaftlichen oder historischen Forschungszwecken oder zu statistischen Zwecken gemäß Art. 89 Abs. 1 DSGVO erfolgt, Widerspruch einzulegen, es sei denn, die Verarbeitung ist zur Erfüllung einer im öffentlichen Interesse liegenden Aufgabe erforderlich.

6.7 Automatisierte Entscheidungen einschließlich Profiling

Sie haben das Recht, nicht einer ausschließlich auf einer automatisierten Verarbeitung – einschließlich Profiling – beruhenden Entscheidung unterworfen zu werden, die Ihnen gegenüber
rechtliche Wirkung entfaltet oder Sie in ähnlicher Weise erheblich beeinträchtigt. Eine automatisierte Entscheidungsfindung auf der Grundlage der erhobenen personenbezogenen
Daten findet nicht statt.

6.8 Recht auf Widerruf einer datenschutzrechtlichen Einwilligung

Sie haben das Recht, eine Einwilligung zur Verarbeitung personenbezogener Daten jederzeit zu
widerrufen.

6.9 Recht auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde

Sie haben das Recht auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde, insbesondere in dem Mitgliedstaat
Ihres Aufenthaltsorts, Ihres Arbeitsplatzes oder des Orts des mutmaßlichen Verstoßes, wenn Sie der Ansicht sind, dass die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten rechtswidrig ist.

7 Datensicherheit

Wir sind um die Sicherheit Ihrer Daten im Rahmen der geltenden Datenschutzgesetze und technischen Möglichkeiten maximal bemüht.

Ihre persönlichen Daten werden bei uns verschlüsselt übertragen. Dies gilt für Ihre Bestellungen und auch für das Kundenlogin. Wir nutzen das Codierungssystem SSL (Secure Socket Layer), weisen jedoch darauf hin, dass die Datenübertragung im Internet (z.B. bei der Kommunikation per E-Mail) Sicherheitslücken aufweisen kann. Ein lückenloser Schutz der Daten vor dem Zugriff durch Dritte ist nicht möglich.

Zur Sicherung Ihrer Daten unterhalten wir technische und organisatorische Sicherungsmaßnahmen
entsprechend Art. 32 DSGVO, die wir immer wieder dem Stand der Technik anpassen.
Wir gewährleisten außerdem nicht, dass unser Angebot zu bestimmten Zeiten zur Verfügung steht; Störungen, Unterbrechungen oder Ausfälle können nicht ausgeschlossen werden. Die von uns verwendeten Server werden regelmäßig sorgfältig gesichert.

8 Weitergabe von Daten an Dritte, keine Datenübertragung ins Nicht-EU-Ausland

Grundsätzlich verwenden wir Ihre personenbezogenen Daten nur innerhalb unseres Unternehmens. Wenn und soweit wir Dritte im Rahmen der Erfüllung von Verträgen einschalten (etwa Logistik-Dienstleister), erhalten diese personenbezogene Daten nur in dem Umfang, in welchem die Übermittlung für die entsprechende Leistung erforderlich ist.
Für den Fall, dass wir bestimmte Teile der Datenverarbeitung auslagern („Auftragsverarbeitung“), verpflichten wir Auftragsverarbeiter vertraglich dazu, personenbezogene Daten nur im Einklang mit den Anforderungen der Datenschutzgesetze zu verwenden und den Schutz der Rechte der betroffenen Person zu gewährleisten.
Eine Datenübertragung an Stellen oder Personen außerhalb der EU außerhalb des in dieser Erklärung in Ziffer 4 genannten Falls findet nicht statt und ist nicht geplant.

9 Datenschutzbeauftragter

Sollten Sie noch Fragen oder Bedenken zum Datenschutz haben, so wenden Sie sich bitte an
unseren Datenschutzbeauftragten:

Jens Ihle

Dicht an dicht drängen sich die Häuser in der Dortmunder Nordstadt. Gebaut wurden sie in einer Zeit, als das Ruhrgebiet noch von Kohle und Stahl geprägt war. Der Stadtbezirk gilt als das am dichtesten besiedelte Altbaugebiet im Ruhrgebiet. In den engen mehrgeschossigen Wohn­ge­bäu­den leben Menschen mit un­terschiedlicher Herkunft, unterschiedlichen Biografien und Le­bens­ent­wür­fen. Noch immer wird die Nordstadt vom Dort­munder Hafen und seinen Industrie- und Gewerbegebieten geprägt.

Die Nordstadt wirkt eng und laut auf mich, und Grün finde ich hier nur wenig –  es sei denn, ich mache mich auf den Weg zum Kleingärtnerverein „Hafenwiese“. Dann öffnet sich plötzlich die Bebauung. Vor dem Hintergrund der Hafensilhouette sieht man kleine Lauben, hört Kinderlärm und befindet sich in einer anderen Welt. Von einer stark befahrenen Straße gehe ich auf einen Weg, der von kleinen Gärten gesäumt ist. Ich sehe Pflanzen, Bäume, Gemüse, höre Vo­gel­ge­zwit­scher.


Italienischer Wein

Ich bleibe stehen, nanu, hier wächst Wein? Rote und grüne Trauben in erstaunlicher Größe wecken meine Neugier. Hinter einem Rankgerüst mit Brombeeren taucht ein älterer Mann auf, der, als er meine Ver­wunderung merkt, mich anspricht: „Ja, da staunst du. Den Wein habe ich aus meiner Heimat Sizilien mitgebracht. Er wächst hier schon seit 20 Jahren.“ Er erzählt mir, dass er bei Hoesch im Stahlwerk gearbeitet hat. Kollegen hatten ihn damals auf die Kleingärten aufmerksam gemacht. Einer sagte: „Mein Nachbargarten wird frei, hast du Interesse?“ So fand er einen Garten, der zu seiner Heimat wurde. Die Kin­der wurden in dem Garten groß, und inzwischen besuchen auch die Enkelkinder dort ihren Opa. Nach wenigen Schritten stehe ich vor dem Spielplatz der Anlage. Kinder unterschiedlicher Herkunft spielen dort gemein­sam. Mütter oder Väter sitzen auf den Bän­ken und unterhalten sich. Daneben genießen auf der Terrasse des Vereinsheims Fahrradfahrer und Spaziergänger die Sonne.


Der Weg ist das Ziel

Eine Gruppe von Bewohnern eines nahe gelegenen Seniorenheims nähert sich auf dem Hauptweg, biegt dann aber auf einen Seitenweg ab. Die Senioren nutzen die Anlage, um auf dem ver­kehrs­si­che­ren Rundweg ihren Spaziergang zu machen. Auf dem Hauptweg der Anlage gehen viele Menschen, auch um aus der Innenstadt zum angrenzenden Fredenbaumpark zu gelangen. Ihr Ziel sind die Freizeiteinrichtungen, die sich dort am nahe gelegenen Dortmund-Ems-Kanal befinden. Jugendliche in Sportkleidung sind etwa auf dem Weg zu den Sportplätzen am Rande des Parks.

 

Die Kleingartenanlage „Hafenwiese“ ist Teil einer intakten, gut gepflegten, fuß­läufigen Verbindung zwischen der dicht bebauten Innenstadt, den Freizeiteinrichtungen und den Freiräumen im Dort­mun­der Norden – eine grüne Oase im dichten Häusermeer. Es gab aber auch schwierige Zeiten für die Anlage. Die im Hafenbereich ansässigen Firmen hatten in den 1980er Jahren ein Auge auf die Flä­chen geworfen. Aufgrund von Betriebs­erweiterungen mussten einige Gärten aufgegeben wer­den. Aber dem Stadtplanungsamt und dem damaligen Grün­flä­chenamt gelang es, einen Streifen mit Kleingärten zwischen den Industriebetrieben und dem Hauptweg der Anlage zu erhalten.


Kleingärten für alle

So können die Bewohner der Nordstadt auch heute noch den Weg durch die Anlage nutzen und das Grün der „Hafenwiese“ genießen. Durch ihre Lage ist die Kleingartenanlage ein kaum zu tren­nen­der Teil des öffentlichen Grüns – ein Ort, der die Lebensqualität der Nordstadt für die Bewohner deutlich verbessert.

All das ist möglich, ohne den Haushalt der Stadt Dortmund zu belasten. Kleingartenanlagen, die in das Grünsystem der Städte und Gemeinden eingebunden sind, bringen ihre Vorzüge überzeugend zur Geltung. Dies führt zu einer großen Akzeptanz bei der Bevölkerung und macht unsere Anlagen unverzichtbar.

Wilhelm Spieß
Vorsitzender des Landesverbandes
Westfalen und Lippe der Kleingärtner

Die Internationale Grüne Woche (kurz IGW) findet 2016 zum 81. Mal - vom 15.01. bis 24.01.2016 - am ICC Funkturm Berlin statt.

Gegründet wurde die Messe 1926, vor 90 Jahren. Sie ist eine in ihrer Ausrichtung einzigartige internationale Ausstellung der Ernährungs- und Landwirtschaft sowie des Gartenbaus. Gleichzeitig ist die Grüne Woche der Ausgangspunkt für das Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) mit über 70 Ressortministern. Nahrungs- und Genussmittelproduzenten aus aller Welt nutzen die IGW in Form von Ländergemeinschaftsschauen und Produktmärkten als Absatz- und Testmarkt sowie zur Imagefestigung. Dem Konsumtrend folgend, nimmt der Regionalbezug einen immer wichtigeren Platz ein. Auf der Internationalen Grünen Woche gewinnen die Themen nachwachsende Rohstoffe, Bio und der ländliche Raum genau wie der Gartenbereich immer weiter an Bedeutung.

Das Rahmenprogramm der IGW war sehr umfangreich. Mehr als 300 Foren, Seminare, Kongresse und Ausschusssitzungen fanden statt. Zum Teil wurden mehrtägige Veranstaltungen der verschiedensten Gremien der Land- und Ernährungswirtschaft abgehalten.

Den Höhepunkt des Kongressprogramms bildet die 8. Internationale Agrarminister-Konferenz verbunden mit dem 7. Berliner Agrarministergipfel. Das 7. Internationale Forum Agrar- und Ernährungswirtschaft und das 8. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung waren zusammen mit dem Biokraftstoffkongress die größten Veranstaltungen im Rahmen der Grünen Woche.

Die Bedeutung der Grünen Woche für die Agrarpolitik wird durch den Besuch von 200 ausländischen Ministern und Staatssekretären sowie inländischen Ministerpräsidenten, Ministern und Staatssekretären deutlich.

Das Fachseminar Frische Forum „Fleisch“ wird auch im kommenden Jahr auf aktuelle Themen der Branche eingehen. Darüber hinaus zeigt die Ernährungswirtschaft den Veredelungsprozess der Nahrungsmittel und der Handel präsentiert sich als wichtiges Bindeglied zum Kunden.

 

(Text: lp/igw)

Du möchtest Landschaftsarchitektur studieren?

 

Berufsziel

Das Landschaftsarchitektur-Studium soll sie befähigen, an der Gestaltung unserer Umwelt mitzuwirken – vom privaten Grün über städtische Freiräume mit Parks und Sportanlagen bis in die Landschaft hinein. Somit werden die Arbeitsfelder der Freiraumplanung und Landschaftsgestaltung im Zusammenhang gelehrt. ,Die im Landschaftsbau vermittelten Kenntnisse sind ein unverzichtbarer Prüfstein für die Machbarkeit und professionelle Umsetzung Ihrer Entwurfsideen in der Praxis.

  • Mitarbeit in einem Ingenieur- oder Planungsbüro für Landschaftsarchitektur (Freiraum-, Landschafts- und Umweltplanung)
  • Sachbearbeiter in kommunalen Ämtern (Gartenamt, Umweltamt, Bauamt, Straßenbauamt …) und staatlichen Behörden und Ämtern für Naturschutz und Landschaftspflege, Landschaftsplanung, Umwelt, Autobahnamt, …
  • Sachbearbeiter oder Leiter in Verbänden und Vereinen in den Bereichen Naturschutz und Landschaftspflege, Umweltschutz, Tourismus …
  • Mitarbeit oder Leitungsfunktion in Betrieben des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus
  • Mitarbeit oder Leitungsfunktion in Unternehmen oder Abteilungen der Grünflächenpflege einschließlich Gartendenkmalpflege
  • Sachbearbeiter in Hochschulen, Versuchsanstalten und Instituten innerhalb des Berufsfeldes
  • Mitarbeiter bei Fachverlagen

 

Studiengänge

  • Bachelor
  • Master
  • Diplom

 

Studienstandorte

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Unterschied FH und Uni?

Seit dem Bologna-Prozess (1999) wurde alle bisherigen Diplom-Studiengänge in Bachelor- und Master-Studiengänge aufgeteilt.
Das Bachelor-Studium vermittelt die Grundlagen der Landschaftsarchitektur und mit Abschluss wird eine Bachelor-Arbeit bzw. -Thesis geschrieben. Im Anschluss kann man bei Bedarf in die Praxis gehen (Planungsbüros, Behörden, ...) und danach den Master wenn gewünscht absolvieren; oder gleich nach dem Bachelor.
Die Studiendauer für Bachelor-Studiengänge beträgt 6 bis 7 Semester. Bei Master sind es maximal 4 Semester.

Unterschied zwischen Hochschultypen

  • Hochschule, Fachhochschule: Vermittlung von meist praktischen Studieninhalte, Praxissemester, sowie Forschungsprojekte (wenn forschungsstark)
  • Universität: Lehre meist von theoretischen Studieninhalte, Praxissemester und Forschungsprojekte

Ob man nun heute an einer Fachhochschule oder Universität studiert hängt von der eigenen Orientierung ab. Seit dem Bologna-Prozess sind alle Abschlüsse der beiden Hochschultypen (FH u. Uni) laut Hochschulkonferenz als gleichwertig eingestuft.

Vor dem Bologna-Prozess (vor 1999):

  • 1. Akademischer Grad: Diplom-Ingenieur (FH) / Dipl. Ing. (FH)
  • 2. Akademischer Grad: Diplom-Ingenieur (Uni) / Dipl.Ing.
  • 3. Akademischer Grad: Doktor der Ingenieurwissenschaften / Dr.-Ing.

Nach dem Bologna-Prozess (ab 1999):

  • 1. Akademischer Grad: Bachelor of Science / Bachelor of Engineering ... (FH, Uni beide gleich)
  • 2. Akademischer Grad: Master of Science / Master of Engineering ... (FH, Uni beide gleich)
  • 3. Akademischer Grad: Doktor der Ingenieurwissenschaften / Dr.-Ing.

Studieninhalte (Beispiele)

  • Landschaftsplanung, Landschaftspflege, Natur- und Umweltschutz einschließlich der erforderlichen naturwissenschaftlichen Grundlagen
  • Freiraumplanung von der städtebaulichen Ebene bis zum kleinräumigen öffentlichen Freiraum oder zum Hausgarten einschließlich der historischen Grundlagen und den Maßnahmen der Park- und Gartendenkmalpflege
  • Die Ausführung der geplanten Bau- und Pflegemaßnahmen, d.h. Ausführungsplanung, Bauabwicklung einschließlich der notwendigen baubetrieblichen, rechtlichen, ökonomischen und betriebswirtschaftlichen Grundlagen im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau

Abschlussbezeichnungen:

  • Bachelor of Science (B. Sc. oder BSc)
  • Bachelor of Engineering (B. Eng. oder BEng)
  • Master of Science (M.Sc. oder MSc)
  • Master of Engineering (M.Eng. oder MEng)
  • Diplom-Ingenieur (FH)
  • Diplom-Ingenieur (Uni)

 

Quellen: eigene, FH Erfurt, studieren-im-netz, HRK

Montag, 14 Dezember 2015 20:48

Landesgartenschau Bayreuth 2016

Die oberfränkische Kulturmetropole Bayreuth ist Festspiel- und Universitätsstadt – und vom 22. April bis 9. Oktober 2016 auch Ausrichterin der bayerischen Landesgartenschau.

Unter dem Motto "Musik für die Augen" entsteht hierfür in einem Talraum eine neue Parkanlage - die Wilhelminenaue. Benannt nach der Symbolfigur und „Gastgeberin“ der Gartenschau, Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth. Ihre Visionen und die in ihrer Zeit geschaffenen barocken Grünanlagen und Bauten wie das UNESCO-Weltkulturerbe Markgräfliches Opernhaus, die Eremitage oder das Lustschloss Fantaisie mit dem ersten deutschen Gartenkunstmuseum prägen noch heute Stadt und Region. Und inspirierten auch die Planer der Landesgartenschau bei der Gestaltung des neuen Parks.

Entlang des Roten Mains schlägt dieser eine Brücke zwischen historischer Innenstadt, Hofgarten und Eremitage – und schafft einen einzigartigen, dauerhaften Grün- und Erholungsraum. Modern und dennoch verspielt, macht dieser „Lust-Garten“ mit seinen Wasserbereichen und Gartenkabinetten in bester Bayreuther Gartentradition Appetit auf eine landschaftliche Entdeckungsreise.

 

(T:/F:LGS Bayreuth)

Farbig, impulsiv und hochexperimentell: Great Dixter, der berühmte alte Arts-and-Crafts-Garten in Northiam, südlich von London, hat sich zu einer Keimzelle des Avantgarde-Gärtnerns entwickelt. Sein Motor ist Headgardener Fergus Garrett, der mitreißende Schüler von Christopher Lloyd, dem 2006 gestorbenen legendären Begründer des grünen Meisterwerks.

Kein Besucher im Garten. Keine Strohhüte, unter denen Kameras klicken. Keine Bewunderer, Verehrer, Anhimmler. Nur Frieden. Zwischen fünf Uhr nachmittags und elf Uhr morgens gehört Great Dixter, das mächtige, schon schiefe Gemäuer, die Scheunen, Bäume, Hecken, Blumenbeete denen, die dort arbeiten: Fergus Garrett, dem charismatischen Headgardener, Aaron Bertelsen, dem Master of the House und Chef des ausgedehnten Küchengartens, sechs Gärtnern und einer Handvoll Studenten aus aller Welt. Eine Gemeinschaft, die zwar nicht klösterlich lebt, dafür eingebettet in die Arts-and-Crafts-Welt, in die Riegel der Zimmertüren aus Holz gefertigt sind; Betten einen Himmel haben; Eiben zu Vögeln geschnitten und der Garten von meterhohen Hecken eingeteilt ist, die aussehen, als ob sie langsam schmelzen.

Mehr als fünfzig Jahre war dieser Ort die Bilderbuchbühne für Christopher Lloyd, abgekürzt Christo, der gemeinsam und fast altersgleich mit Rosemary Verey und Beth Chatto unser Bild des blütenstrotzenden englischen Gartens für mindestens zwei Generationen geprägt hat. Christos Eltern, beide aus wohlhabenden Familien stammend, hatten das landwirtschaftliche Anwesen 1910 gekauft. Vater Nathaniel puzzelte das Haus mit dem prominenten Arts-and-Crafts-Architekten Edwin Lutyens aus zwei mittelalterlichen und einem neuen Teil zu einem Exempel britischen Wohnens zusammen. Mutter Daisy organisierte den Garten. Christo, der jüngste von sechs Geschwistern, zog in den Krieg, machte eine Ausbildung zum Gartengestalter (decorative horticulture), lehrte zwei Jahre, kehrte 1954 nach Great Dixter zurück und blieb.

Er gründete eine Gärtnerei, lockte Besucher herbei und begann, eine Karriere als hortikultureller Bilderstürmer aufzubauen. Seine Plattformen waren Great Dixter und das „Country Life Magazine“, für das er über vierzig Jahre wöchentlich eine Kolumne schrieb, und die er nutzte, um Angriffe auf gärtnerische Allgemeinplätze zu führen, um Rosen zu stacheligen Stecken zu erklären oder englischen Gartenladys die Pastellfarben madig zu machen. „Christo“, so Aaron Bertelsen, „was a wordly man“ – ein öffentlicher Mensch. „Der Garten war sein Mittel dazu.“ Viele, die es nie nach Northiam schafften, kennen ihn als Autor; von ihm stammen phantastische Bücher wie „Dear Friend and Gardener“, der Briefwechsel mit Beth Chatto (A&W 2/2013 ) und sein „The Gardener Cook“, in dem er als weitere Seite von Great Dixter die umfangreichen Küchengärten vorstellte, aus denen heraus er kochte und seine Gäste bewirtete. „Sein Haushalt glich einer fortwährenden Party“, verriet eine Freundin im „Guardian“.

Als dieser große Christo 2006 starb, befürchteten viele, dass Great Dixter vergehen, hilflos verwildern, als geschäftsmäßig geführtes Touristenziel, schlimmer noch als gelecktes Fünf-Sterne-Hotel erstarren würde. Das Gegenteil geschah. Great Dixter verwandelte sich in eine lebendige Gartenschule, mehr noch: in ein Laboratorium des Gärtnerns, widerständig wie zu Christos Lebzeiten.

Was auf den ersten Blick kaum ersichtlich ist. Schwer, sich in den Heckenkabinetten zu orientieren. Hier die Long Border, bereits im 19. Jahrhundert das Paradestück großer Gärten, dem Centerpiece auf der gedeckten Tafel vergleichbar; dort ein drei Treppenstufen abwärts gelegter Senkgarten, wie man ihn am Anfang des 20. liebte; da die Wiese mit in Form geschnittenen Buchsbäumen, schon zu Zeiten von Christos Eltern ein romantisierendes Detail – und überall diese übergewichtigen Hecken. Es gibt die typische, halbrunde Jekyll-Lutyens-Terrasse, den Pfauen- und den exotischen Garten mit Bananenstauden, die im April noch baumhoch in Stroh und Farnlaub gepackt sind, eine seltsame Inszenierung.

„Das Erste, was mich faszinierte als ich herkam, waren die Farbigkeit und Impulsivität“, sagt Michael Wachter, 25 Jahre alt, Student der Landschaftsarchitektur aus Deutschland. Zwei Monate wollte er bleiben, sein Englisch polieren und Gartenwissen erweitern. Er hat auf zwei Jahre verlängert und will in Zukunft Designer statt Gärtner sein. Was er hier erlebt, ist der krasse Gegensatz zu der in Deutschland postulierten Pflegeleichtigkeit: „Hier in England sagt man, low maintenance is low braintenance.“ Was so etwa heißt: Wenig Handanlegen ist wenig Hirn einsetzen. Michael Wachter ist einer der wenigen Deutschen, die nach Great Dixter kommen.

Die meisten Studenten stammen aus Frankreich, Japan, den USA. Sie sind das Kapital von Fergus Garrett. „Die Menschen finden zu uns“, sagt er. Neben jungen Menschen aus aller Welt ist das auch ein obdachloser Jugendlicher aus der Gegend. „Wir sagen, du kannst zwei Wochen bleiben, dann werden wir sehen.“ Ihm ist wichtig, dass nach Great Dixter nicht nur die kommen, die es sich leisten können. „Menschenfischer“ nennt ihn Michel Wachter.

„That is good work, exciting“. Jeden Morgen um 8 Uhr gibt der Menschenfischer seinen Studenten Instruktionen. Die Pflanzkiste unterm Arm, eilt er mit riesigen Schritten durch den Garten. Die Aufgabe ist, einjährigen Mohn in eine Staudenpflanzung zu setzen. „Ich will, dass es natürlich wirkt. Nicht symmetrisch. Okay! Hier, so soll es aussehen.“ Auf dem Boden knieend markiert er Pflanzplätze in die krümelige Erde. „Und seid vorsichtig mit den Setzlingen. Take them delicately. Die Wurzeln mögen es nicht, wenn man an ihnen rumfingert. Und nicht zu hoch einpflanzen. Wie heißt der Mohn?“ Schweigen. „‘Laurens Grape’. Merkt euch den Namen. Notiert das Aussaatdatum und beobachtet, wie die Sämlinge sich entwickeln. Wenn es nicht gut wird, probieren wir nächstes Jahr einen anderen Aussaattermin aus.“ Alles ist im Fluss. Nichts wird wie immer gemacht: „We don’t repeat planting, we want to learn.“

Später, nach der Kaffeepause um zehn Uhr, ist Besprechung in der Scheune. Fergus Garrett steht an der Tafel und zeichnet Strategiepläne, zuerst eine Liste von allem, was ansteht: Töpfe wässern, Sämlinge kontrollieren, Tulpen pflücken, Hecken schneiden und darunter aufräumen, Erde für die Gärtnerei vorbereiten, jäten, selbst ausgesäte Pflanzen ausdünnen. Dann markiert er Vorrangiges: „Wir müssen auspflanzen; wir brauchen Platz in den Frühbeeten; Hecken sind noch zweitrangig.“ Später rennt er wieder durch den Garten, nachsehen, was die Studenten getan haben, eilig, fröhlich, anfeuernd: „Wenn ich allein arbeitete, bräuchte ich für dies oder das einen Tag, so sind es vier. Aber das ist der Weg.“ Mittags sitzt er wieder in der Scheune, löffelt eine Suppe. Eine Studentin hat sie mitgebracht. „Delicious“, sagt er und hamstert Nachschlag ein. „Ich wollte immer eine Landkommune gründen. Wo ich in meinem Leben auch war, am meisten habe ich gelernt, wenn wie in der Familie zusammengearbeitet wird.“

Seit 23 Jahren arbeitet Fergus Garrett in Great Dixter. 15 Jahre zusammen mit Christopher Lloyd. Immer war der Garten in Bewegung, ob es um die mit Blütenpflanzen besetzten Wiesen ging – Jahre bevor das Präriegärtnern Mode wurde – oder um die Long Border, in die Christo eines Tages begann, Zwergkoniferen zu setzen. Egal wie verpönt diese Gewächse noch immer sind. Fergus Garrett setzt die „Conifer experience“ fort. Er experimentiert mit Unmengen von Tulpen, mit den von Christo gehassten Kornblumen, mit Vorschlägen der Studenten. Was dieser begonnen hatte, setzen seine Erben fort, intensiver denn je. Gärtnern ist zu einer Reformbewegung geworden und Great Dixter eine Drehscheibe, in die Informationen hinein- und hinausgetragen werden. Aus Melbourne ist der junge Landschaftsdesigner Thomas Gooch da und arbeitet bei Aaron Bertelsen im Küchengarten mit. Thomas gehört zu denjenigen, die „3000 acres. Connecting people to the land“ organisiert haben, ein Projekt  das leer stehende Grundstücke in der Metropole erfasst und versucht, ihrer habhaft zu werden, um dort Nahrung anzubauen.Und während Fergus Garrett Richterdienste auf der Londoner Chelsea Flower Show ausübt, bereitet Aaron nebenbei „Talks“ vor, die er in Detroit und Memphis übers Gemüsegärtnern in Great Dixter halten wird; wie er zum Beispiel das Unkraut unter den Himbeeren mit Vergissmeinnicht fernhält.

 

 Quelle:
Architektur & Wohnen, Ausgabe 04/2015
Autor: Elke von Radziewsky
Fotograf: Regina Recht
Montag, 30 November 2015 12:58

Ausgebucht: bdla-Bauleitergespräche 2016

Am 15.01. bis 16.01.2015 finden die bdla-Bauleitergespräche zum 20sten Mal statt.
In diesem Rahmen treffen sich Landschaftsarchitekten aus Planungsbüros und Verwaltungen aus ganz Deutschland um aktuelle Themen aus Bautechnik und Baumanagement in der Freiraumplanung ebenso wie Fragen des Architekten- und Honorarrechts zu diskutieren.
Das Programm wird durch verschiedene Exkursionen u.a. zur Baustelle der IGA Berlin 2017 abgerundet.

Schon jetzt teilt der BDLA auf seiner Webseite, dass die Veranstaltung bereits ausgebucht ist, aber es bestünde noch die Möglichkeit diverse Interessierte auf die Warteliste zu setzen.

Samstag, 06 Juni 2015 11:43

Urbanes Gärtnern im Kleingarten

Viele Menschen wohnen in der Stadt und möchte gerne als Ausgleich sich kurzfristig erholen können. Hier bietet der Kleingärten eine sinnvolle Möglichkeit aus einer Kombination einer Produktion von gartenbaulichen Produkten (z.B. Obst, Gemüse und Blumen) für den Eigenbedarf (Selbstversorgung), sowie die stadtnahe Erholung mit einem kürzeren Anfahrtsweg. Bei einem Kleingarten steht zwar die kleingärtnerische Nutzung im Vordergrund, aber kann sinnvoll mit Kinderspiel ergänzt werden.

In den letzten 25 Jahren ging das Interesse an einem Kleingarten durch vielfältige andere Freizeitgestaltung zurück. In den Ballungszentren, z.B. Berlin + Umland stagnierte der Pächterzahl nicht, sondern der Bedarf an einem Stück Garten konnte erhalten werden.
Es nicht unüblich, dass mehrere Familien, Freunde oder Nachbarn gemeinsam einen Kleingarten pachten und "bewirtschaften". Einen Garten in der Großstadt zu haben, bedeutete dabei meist sich und seinen Kindern einen Rückzugsort zu schaffen, abseits der öffentlichen Sandkästen und Liegeplätze.

Nichts desto trotz wird die Nutzung eines Kleingartens immer populärer - nicht nur für Arbeitstätige, Familien und Rentner.
Hierbei gibt es einen Trend zu verzeichnen, der sich zu einem Feinschmecker-Paradies gewandelt hat. Es gibt zu dem eine Vielfalt von Gemüsesorten, wie Mangold, Hokaido und Baumspinat in den heimischen Kleingärten.
Es ist auch nicht unüblich, dass Hühner in einem Kleingarten zu finden sind, die Käfer, Würmer und Larven aus den Gemüsebeeten vertreiben. Sie liefern auch jeden Tag ein frische Eier. Derzeit ist es bei einer Gartenparzelle nach Bundeskleingartengesetz nicht ohne weiteres möglich Hühner zu halten, da die kleingärtnerische Nutzung im Vordergrund steht. Durch eine Ausnahmegenehmigung durch den Vereinsvorstand kann das Vorhaben doch realisiert werden,

Eine Kombination aus Tierhaltung in Kleingärten, Gemüse- und Obstanbau zur Selbstversorgung ist nur ein kleiner Schritt, um den globalen Veränderungen regional und sogar lokal beeinflussen zu können.

Beobachten, hegen, Geschichte bewahren: Vor dreißig Jahren hat Helga Schütz in Potsdam ein Landhaus mit einem Garten aus den 1920er-Jahren übernommen – klassisch in seiner klaren Trennung zwischen naturnahem bewaldeten Teil und einem Steingarten direkt neben der Terrasse am Haus. Für die Schriftstellerin und Drehbuchautorin ist die denkmalgeschützte Anlage ein „Partner, der sich von Anfang an behauptete“.

Dass man sich nicht mehr bücken braucht, das passiert wohl nur in Stadtgärten“, sagt Helga Schütz. Womit sie nicht sagen will, dass sie unablässig arbeitet, zupft und schneidet, sobald sie draußen ist. Trotzdem: „Bekannte stellen sich immer nur vor, wie ich im Garten auf der Bank sitze, wie ich lese, hier und da gucke.“

1984 war ihr von der Stadt Potsdam das Landhaus des 1965 gestorbenen Physikochemikers Max Volmer angeboten worden. Zu der Zeit war die gelernte Gärtnerin, die, nach einem Jahr im Beruf, Dramaturgie an der Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg studierte, bereits seit 20 Jahren eine erfolgreiche, mit etlichen Literaturpreisen ausgezeichnete Drehbuchautorin. „Mit einem Wahnsinnsmut griff ich zu.“ Fünf Jahre hatte sie in „Berliner Beton, achter Stock“ gelebt, nun wollte sie wieder ins Grüne. Viele ihrer Bekannten hatten schon Datschen im Umkreis, sie suchte Ähnliches. Doch dann bot sich dieser Landhausgarten an, der sie lockte, obwohl sie „am ersten Tag in ihm nicht gejubelt hat“. Statt Liebe auf den ersten Blick stellte sich Respekt ein: „Von Anbeginn an war der Garten ein Partner, der sich behauptete.“ Ändern, umgraben, dem Ganzen einen eigenen Stempel aufdrücken? „Ich hätte nicht gewusst, wo ich eingreifen soll.“

Geschätzte zwei-, dreimal so hoch wie das Haus mit den karmesinroten Fensterflügeln ragen in ihrem Garten Kiefern, Eichen, Buchen, Birken empor. Er ist ein idealisiertes, hallenartig lichtes Stück Wald. Früher einmal ging er direkt in den Diana-Forst über. Doch dort wurde nach der Wende gebaut, und so ist er heute ein Relikt aus der Zeit am Anfang des 20. Jahrhunderts, als eine der herrschenden Gartentheorien Natürlichkeit forderte und das Pütschern, Blumen pflanzen, Steine aufsetzen in das Areal dicht am Haus beorderte. Hier der Mensch, dort die Natur. Klare Trennung.

Karl Foerster, der berühmte deutsche Staudenzüchter aus Potsdam-Bornim, soll den Garten mit Max Volmer entworfen haben. Beweise gibt es nicht. Nur Hinweise, wie den Steingarten neben der Terrasse am Haus, typisch für jene Jahre; man sieht Vergleichbares im foersterschen Garten in Bornim. „Immer wieder fragen Leute, ob es noch diese Alpenrose gebe, die sie von früher kennen, ob noch der Eisenhut blühe“, erzählt Helga Schütz. Lange habe es gedauert, bis sie sich mit dem Garten vertraut gemacht hatte, bis sie die Bäume kannte, die Rinden und die Farben. Irgendwann entdeckte sie die ersten zwei Stängel Knabenkraut im Moos vor ihrer Terrasse. Seitdem sichert sie jedes Jahr das Areal der Freilandorchideen. „Man kann Bestimmtes einfach geschehen lassen“, so die Schriftstellerin. Gutes Laub liegen lassen, schlechtes wegschaffen, Eibensämlinge aufziehen. Auch Azaleen auslichten: „Doch nicht jetzt, jetzt will ich lesen, morgen vielleicht.“

 

Autor: Elke von Radziewsky
Fotograf: Angela Franke

Dienstag, 26 Mai 2015 19:52

Die deutschen Meister der Stauden

Sie gestalten die Blütenmeere auf den großen Gartenschauen, sind Künstler im Umgang mit Farben und Wuchsformen krautiger Pflanzen und werden im Ausland als Vertreter des New European Style gefeiert. Höchste Zeit, sie im eigenen Land prominent zu machen.

LANDSCHAFTSARCHITEKTIN PETRA PELZ

Petra Pelz">

Millionen Bundesbürger kennen ihre Beete schon: Seit 15 Jahren gehört Petra Pelz zu dem Triumvirat an Spezialisten, die für die IGAs und BUGAs große Staudenflächen pflanzen.

 

„Ich hatte immer Angst, Stauden zu verwenden, weil ich das hier bei uns zu komplex und schwierig fand.“

Tausend Riesenknöteriche, ein Meer aus Mondviolen – oder der Acker voller Tulpen: das volle Farbspektrum, gefranst, lilienblütig, kleiner, dicker und vor allem dicht gepackt, 80 Zwiebeln pro Quadratmeter. So etwas hatte man noch nicht gesehen. Es war die Mai-Sensation auf der Internationalen Gartenschau in Hamburg und typisch für Petra Pelz. Die ganz große Geste hat sie prominent gemacht.

Petra Pelz stammt aus Magdeburg, lernte zu DDR-Zeiten Landschaftsgärtnerei, studierte in Erfurt, improvisierte in einer Schlosser-, Tischler- und Malerbrigade, plante fürs städtische Grünamt und lernte nicht ganz zufällig 1993 den in Chemnitz geborenen Wolfgang Oehme kennen.

Das änderte alles. Der Wahlamerikaner Oehme (1930 bis 2011), ein Kauz und einer der berühmtesten Landschaftsarchitekten des späten 20. Jahrhunderts, ist bekannt für fußballfeldgroße Pflanzungen aus zwei, drei oder fünf verschiedenen Gewächsen und eine entschiedene Konzentration auf Hirsen, Seggen, Simsen, Schilf – „Ein Garten ohne Gräser ist grässlich“, so sein Motto. Er hing an seiner Heimat, besuchte sie über all die Jahre regelmäßig und wünschte nach der Wende Möglichkeiten, auch hier zu arbeiten. Petra Pelz wurde sein Kontakt, seine Schülerin und Sachwalterin.

Ich hatte immer Angst, Stauden zu verwenden, weil ich das hier bei uns zu komplex und schwierig fand. Dieses Wissenschaftliche, leicht verkrampfte.“ Oehmes Gärten – „erfrischend, naiv“ –wurden ihre Initiation. Natürlich hat auch sie ihre „Lebensbereiche nach Hansen“ gelernt. Doch genauso wichtig findet sie, „etwas auszuprobieren, was wie ein Fehler erscheint, locker an Pflanzenthemen heranzugehen“. Denn nicht alles, was in den Lehrfibeln steht, ist ehernes Gesetz. Euphorbia palustris etwa, die Sumpf-Wolfsmilch, ist zwar eine Sumpfpflanze, kommt aber in allen möglichen Gartenböden zurecht. Oehme hatte sie wegen ihrer schwefeligen April-Blüten in seine Grasdünen gepflanzt. Petra Pelz hat’s von ihm übernommen, so wie andere Kunstgriffe. Sie liebt Perowskien und Schneefelberich in Massen. Auch Bergminze, Pycnanthemum muticum, die Modepflanze der gegenwärtigen Steppen- und Präriegärtner. Oder den Dreierpack Rudbeckia, Calamagrostis und Sedum. Von solchen Kombinationen aus hat sie sich zu Eigenem vorgetastet. Eines ihrer Pflanzrezepte ist, ein Grundgerüst aus stabilen Pflanzen wie Japanischem Waldgras, Miscanthus oder dem „eigentlich langweiligen Sedum telephium“ anzulegen und dahinein punktuell Blühpflanzen zu setzen: Wildastern, Giraffenkosmeen, sogar Rittersporn. In Hamburg probiert sie derzeit allerlei mit Baptisien aus, den Indigolupinen.

Aus einer Zeit, „in der es ökonomisch schwierig war“, hat Petra Pelz eine Dienstleistung bis heute beibehalten. Zu einem Quadratmeterpreis von zirka 35 Euro plant sie nicht nur Pflanzflächen, sondern liefert auch Stauden und pflanzt, allein oder unter Mithilfe des Gartenbesitzers.

 

LANDSCHAFTSARCHITEKTIN CHRISTINE OREL

gaertnerin christine orel© Regina Recht

Die Spezialistin: Ihr nächstes großes Projekt ist die Landesgartenschau in Deggendorf 2014.

„Ist die Einrichtung skandinavisch, nehme ich Stauden, die kompakt und architektonisch wirken wie Möbelstücke.“

Gefühle haben Regeln, zumindest wenn Christine Orel Stimmungsbilder im Staudenbeet anlegt. Soll es lustig sein, wählt sie Euphorbien, Achilleen und Hemerocallis. Heiter findet sie knubbelige Wuchsformen mit runden Blüten in Orange oder Gelb wie die Chrysantheme ‘Kleiner Bernstein’. Spröde sind reduzierte Farben in kompakten Anordnungen zum Beispiel mit rotblättrigem Breitwegerich und rostfarbenem Rittersporn.

Woher kommen Rang und Ordnung, Wert und Charakter der Gewächse in ihrem Repertoire? „Sie sind in mir gewachsen“, antwortet die Spezialistin mit fast 25 Jahren Berufserfahrung auf Gartenschauen. Ihr Taschengeld verdiente sie in der Staudengärtnerei Schöllkopf, bekannt für Astern und Chrysanthemen. „Da gab es zwar weniger Geld als in Nachtschichten bei Bosch, aber es war meine Leidenschaft.“ Sie hat in Weihenstephan bei München studiert, weltweit berühmt für seinen Zierpflanzen-Sichtungsgarten. Hier forschten die Gartenbauwissenschaftler Richard Hansen und Friedrich Stahl und entwarfen ein dickes Kompendium über die Lebensbereiche (das sind Beet, Gehölzrand, Steinfuge, Mauerkrone und so weiter) krautiger Gesellschaften, das Studenten bis heute das Leben schwer macht. Christine Orel hat es verinnerlicht. „Die Lebensbereiche muss man intus haben, um einen eigenen Stil entwickeln zu können“, sagt sie. Ihr Lehrer war Peter Kiermeier, eine weitere Referenz, wenn es um Pflanzenverwendung geht. Sie alle zusammen – Hansen, Stahl, Kiermeier und vor ihnen der Staudenzüchter Karl Foerster – haben die Grundlage geschaffen für das, was heute im Ausland New European Style genannt wird.

Natürlich reicht ein pflanzensoziologisch aufbereitetes Botanikverzeichnis im Kopf nicht aus, um schöne Beete zu gestalten. Die große Herausforderung, der Stolz der Gärtner, sind die Farben. Noch heute erinnert sich Christine Orel an die erste purpurrote Pflanzung von Kiermeier, kann die Pflanzen mit Namen nennen: Cotinus ‘Royal Purple’, Echinaceen, Sedum ‘Purple Emperor’, Dunkelrote Blasenspiere und Kardinalslobelien. „Das war 1986 eine Sensation.“ In diese Fußstapfen ist sie getreten: „Orange und Rosa hat kein Mensch vor mir gemacht.“

Nicht alle Kunden wollen es so „schrill“. Sie versucht, deren Geschmack herauszukriegen, fragt, ob sie „mal von drinnen nach draußen schauen kann, um auch einen Blick auf das Wohnzimmer werfen zu können“. Ist die Einrichtung skandinavisch klar, „nehme ich Stauden, die kompakt und architektonisch wirken, fast wie Möbelstücke“. Iris sibirica zum Beispiel, „tolle Blüten, Fruchtstände und Herbstfärbung“. Findet sie englische Möbel, vielleicht Antiquitäten, kombiniert sie romantisch. Wer Christine Orels Handschrift kennenlernen möchte: Die Beete vorm Koblenzer Schloss stammen von ihr, auch die Hindenburganlage in Bingen.

 

LANDSCHAFTSARCHITEKT CHRISTIAN MEYER

landschaftsarchitekt christian meyer

© Regina Rech

„Übermannshohe Stauden wollen die Leute nicht im Garten haben. Sie fürchten, die Kontrolle zu verlieren.“

Wenn Christian Meyer einen Garten zu planen hat, spaziert er gern im benachbarten Wald. Falls es einen gibt. Er hält Ausschau nach Wildstauden wie Salomonssiegel, Wiesenkerbel, Fingerhut, „solche, von denen sich für Entwürfe Kulturformen beschaffen lassen“. Er nennt diese Methode, „Auszüge von dem natürlichen Bild machen und sie gärtnerisch überhöhen“.Christian Meyer gehört zu den Kindern, die in einem Garten aufgewachsen sind. „Ich war fasziniert von den Blüten der Tränenden Herzen oder des Eisenhuts.“ Später studierte er Landschaftsarchitektur, „ich wusste nichts Besseres“, und arbeitete drei lange Jahre in dem Deutschlands großem Staudenzüchter Karl Foerster gewidmeten Garten in Britz: „Da habe ich gemerkt, was ich mit meinem Studium anfangen will.“ Stauden wurden seine Nische. Um Privatmenschen aufmerksam zu machen, bepflanzt er eine dem Berliner Grünflächenamt abgeluchste Verkehrsinsel am Kurfürstendamm, Ecke Olivaer Platz: Euphorbien, Akeleien, Allium im Frühjahr, im Herbst Gräser, Fetthennen und Astern. Er testet ständig. „Mit den reichen Kunden klappte es zwar nicht, aber ich konnte über mein Projekt schreiben.“ 1999 gelang ihm mit der BUGA Potsdam der Einstieg in die lukrativen Gartenschauen.Karl Foerster ist eine seiner Bezugsgrößen geblieben. Christian Meyer überarbeitete das große Herbstbeet an dessen Wohnhaus in Bornim, „wirklich klasse die Astern und die Farbgräser und vor allem die viel zu wenig genutzten Chrysanthemen“. Und er betreut neben dem Britzer Foerster-Garten den in Berlin-Marzahn. Hat ihn das zum Foersterianer gemacht? „Nein.“ Der von seinen Anhängern verehrte Gärtner „hat immer kleinteilig gearbeitet, hier noch mal was und da noch mal was anderes“. Und in den Farben oft „bunt wie in einer Bonboniere“. Da ist die Zeit heute weiter.Trotzdem, ohne die Veredelungsarbeiten von Karl Foerster ist das, was Staudengärtner heute tun, schwer vorzustellen. Denn zugespitzt gesehen, sind Beete mit den ausdauernd blühenden Gewächsen in der uralten Gartenkunstgeschichte eine Mode, übrig geblieben aus der Arts-and-Crafts-Zeit, als Gertrude Jekyll die Erkenntnisse der Farbenlehre auf Blühendes übertrug. Gute 120 Jahre, länger gibt es die Big Borders nicht. Aber Modeerscheinung? „Das glaube ich nicht“, sagt Christian Meyer. „Stauden haben sich fest etabliert.“ Dass es sie früher im Garten nicht gab, hat vielleicht mit der Angst vor der Natur zu tun. Diese Angst sitzt tief. Es gibt sie noch heute, wenn es um Großstauden geht, übermannshohe Gewächse wie Wasserdost, Becherblume, viele Gräser. „Die Leute wollen sie nicht im Garten haben, sie fürchten, die Kontrolle zu verlieren.“ Christian Meyer plädiert für ihren Nutzen, liebt zudem das Gefühl, durch einen Staudendschungel zu gehen. „Ich habe einen kleinen Garten, da kann ich mich mit Sträuchern nicht abschotten.“ Die Großen bieten ihm lichten Schutz.


Quelle: 

Architektur & Wohnen, Ausgabe 04/2013

Autor: Elke von Radziewsky

Fotograf: Regina Recht

 

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