Online-Redaktion

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Samstag, 14 Februar 2015 23:42

Nepal-Himalya-Garten von Olaf Grabner

Olaf Grabner gehört zu den Pionieren der deutschen Gärtner-Avantgarde: Für einen Unternehmer legt er in Wiesent bei Regensburg den Nepal-Himalaya-Garten an – rund um einen bei der Expo 2000 gekauften Pavillon.

Der größte Buddha wiegt 2,4 Tonnen. Er besteht aus Basalt. Der kleinste ist aus Plastik und wird als einziger häufig geklaut. Neben ihnen gibt es welche aus Bronze, aus Ton, aus weißem Marmor oder Alabaster. Sie sitzen, stehen oder liegen. Wenn sie Schutz brauchen, lässt der Unternehmer Heribert Wirth ihnen in Nepal ein Tempelchen schnitzen, dann müssen sie im Lager warten, bis sie in den Garten kommen. Sind sie wetterfest, sorgt Olaf Grabner für sie, umgibt sie mit Lilien, großblättrigem Zierrhabarber oder feinstrahligen Astern, zum Beispiel Erigeron ,Mrs. E. H. Beale’. Sehr wahrscheinlich, dass an keinem anderen Ort der Welt Buddha-Figuren so liebevoll auf Blüten gebettet sind wie im oberpfälzischen Wiesent.

Sechs Hektar Land, ein alter Steinbruch, sonnige Hanglage, bei Föhn kann man bis zum Großglockner sehen. Der Boden ist steinig, voll gelb verwitterten Granits. Wald grenzt an. Vor gut zehn Jahren hat Heribert Wirth das Land gekauft. Er brauchte es als Platz für den Nepal-Himalaya-Tempel, den er mehr oder weniger zufällig 2001 der Expo in Hannover abgekauft hatte. Zwei Jahre blieb die Fracht – „gute 14 Container“ – im Hafen von Regensburg liegen. Dann reisten 28 Handwerker aus Nepal herbei und bauten anderthalb Jahre lang die miteinander verbundenen Nachbauten eines buddhistischen Stupas und eines hinduistischen Tempels wieder auf.

Drumherum wurde das Brombeergestrüpp eliminiert. Der neu gebackene Tempelherr, der seine Firma für Gebäudetechnik kurz vorher verkauft hatte, nahm selbst den Bagger und schaffte aus dem Forst nebenan Bäume herbei, legte Wege an, plante Teiche, pflanzte Blumen, „machte alle gärtnerischen Fehler, die man machen kann“, und schickte irgendwann in dieser Zeit eine Mail an den Gärtner Olaf Grabner im brandenburgischen Locktow. Darin stand: „Was wollen Sie verdienen?“

Olaf Grabner war kein Zufallsadressat, seine Reputation ist allerdings eher Insidern bekannt. In den Achtzigerjahren gehörte der Potsdamer zu den aktiven Oppositionellen in der DDR, jenen, die die Wende herbeiführten. Er konnte zwar das Abitur machen, war aber ohne Chance auf einen Studienplatz, lernte Landwirtschaftstechnik und arbeitete anschließend gute fünf Jahre, zuletzt als Brigadier, in der Staudengärtnerei Karl Foerster – „das war wie eine schöne, heile Welt, ein Überlebensanker“. Als nach der Wende auch dort erst einmal alles stillstand, ging er zunächst nach Hannover, dann nach Marktheidenfeld zu Hans Simon, dem Experten für artgerechte Pflanzenverwendung. 1996 gründete er schließlich im märkischen Sand von Locktow seine eigene Gärtnerei.

Schnell gehörte er zu dem halben Dutzend Gärtner, die – vor allem im Ausland bekannt – den Ruhm deutscher Gartenkunst wiederbelebten. Ein Forscher und Ausprobierer, kundig wie wenige, dabei sperrig und unangepasst. Inmitten des Geglitzers der großen Gartenmessen präsentierte er auf einem Flickenteppich seine Raritäten, Töpfchen mit wenigblättrigen Setzlingen. Dysosma und Diphylleia, seltene Agapanthus- und Trillium-Arten: Wer Ahnung hatte, fand bei ihm Schätze. Zehn Jahre später musste Olaf Grabner aufgeben, seine Gärtnerei überstand ein bis in den Mai hinein frostiges Frühjahr nicht. Der Ruf aus dem Nepal-Himalaya-Garten war ein Segen.

Auch dort sind nicht die strahlenden Prachtstauden, nicht hochgezüchtete Tag-, sondern Kröten- und Waldlilien seine Favoritinnen; weniger Pfingstrosen, von denen es nichtsdestotrotz eine großartige Anpflanzung gibt, dafür mehr Ingwerorchideen (Roscoea) und Elfenblumen (Epimedium). Er liebt Schattenpflanzen: Einbeeren etwa in ausgesuchten Arten wie Paris fargesii, eine chinesische Wildart – „hinter der war ich lange her“ –, dabei ist sie nur grün; ein dünner Stiel, eine vierblättrige grüne Blüte, auseinandergespreizt wie Propellerflügel mit dünnen Fäden (den äußeren Petalen) dazwischen. Was macht sie besonders? „Ihre Eleganz, ihre Anmut, die seltene Ausgewogenheit, wenn man für das Feine erst mal ein Auge hat ...“ So fangen Kenner an zu schwärmen. Doch nicht für sie allein gestaltet Olaf Grabner zu Füßen der vielgestaltigen Buddhas den schönsten Garten Bayerns, der kein exotischer ist.

Müsste er das sein? Oder andersherum gefragt: Ist ein Stupa mit Goldturm und Gebetswimpeln in den Ausläufern des Bayerischen Waldes nicht sonderbar? Nein, wenn man sich vor Augen hält, dass ein Garten immer ein künstliches Paradies ist. Hermann von Pückler-Muskaus Pyramiden in Branitz, Franz von Anhalt-Dessaus Vesuv in Wörlitz, Maria Theresias römische Ruinen in Schönbrunn, sie sind alle nichts anderes als der Stupa in Wiesent: Follies in einem romantischen Landschaftspark, mal provokativ, mal kitschig oder sentimental, oft sind es Reiseerinnerungen und manchmal sogar Weltentwürfe. So hoch wie die historischen Vorgänger greift Olaf Grabner nicht.

Seine Mission ist der dauerhafte, naturnahe und lebendige Garten, einer, der aussieht, als würde er von allein wachsen: mühelos und großartig, ohne peinlich zu wirken, mit Gewächsen, die sich ausbreiten dürfen und die dem Gelände und seinen Gegebenheiten quasi auf den Leib geschneidert sind. Nahrungshungrige Groß- und Herbststauden wachsen auf dem der Sonne ausgesetzten Hang, „so kann man immer das ganze Beet in einem Arbeitszug düngen“. Seltene feuchtigkeitsliebende Gewächse konzentrieren sich an der einzigen Stelle, an der auch im Sommer Wasser aus dem abschüssigen Gelände drückt. Kollektionen von Schattenpflanzen versammeln sich in absonnigen Partien. Verschiedenste Bodendecker bilden Matten in einem Waldstück, wo ein Hohlweg neben dem anderen den Hang hinaufzieht – „Ochsenkarrenwege, immer wenn einer ausgefahren war, hat man daneben den nächsten eingerichtet“, was wie modernste Landschaftsmodellierung aussieht. Olaf Grabner versteht sich als „Hebamme, als einer, der dem Garten auf die Welt hilft und ihn dann leben lässt“. Gärten machen eh, was sie wollen, „man kann sie nicht nachbauen, sie entwickeln sich wie Kinder“.

So weit die Didaktik, einfach im Ansatz und kostbar in der speziellen Ausführung. Daneben macht Olaf Grabner das, was dem Gesagten direkt widerspricht. Als Pendant zu Stupa und Hindutempel pflegt er eine Kollektion von Himalaya-Pflanzen. Heribert Wirth hatte die Idee, und er sagte sich, „dümmer werde ich dabei nicht“. Er lernte über Frauenschuh- und Tibetorchideen, über alpine Primeln und Enziane, nahm Kontakte auf und verschaffte sich Saat. Vor allem in Tschechien, wo eine Gruppe außerordentlicher Pflanzenliebhaber lebt, Jäger, die in wochenlangen Expeditionen in abgelegenen Teilen von Sikkim, Bhutan oder Nepal Pflanzen sammeln und anschließend die Saat verkaufen.

Nun ist das oberpfälzische Wiesent, klimatechnisch gesehen, das blanke Gegenteil von Nepal und Bhutan. Statt Nebel und Kühle im Sommer herrscht hier wochenlang sengende Hitze. Damit die Arisaema- und Paris-Arten, die Primeln und Enziane gedeihen, hat Olaf Grabner Bäche angelegt, die die Luft kühlen und feuchter machen, hat schattenspendende Gehölze gesetzt und sprengt an heißen Tagen zusätzlich – „gärtnerische Kunst kann viel erreichen“. Das Ergebnis lockt Pflanzenexperten aus aller Welt herbei – daneben auch manche, die sagen: „Wie schön, da brauchten Sie ja nichts zu machen.“

 

Quelle: Architektur & Wohnen, Ausgabe 02/2014
Autor: Elke von Radziewsky
Fotograf: Regina Recht

Sonntag, 08 Februar 2015 00:00

Verzauberte Gartenarchitektur

Gartenarchitekten bauen. Sie legen Wege an, führen Mauern empor, errichten Tore und setzen als i-Tüpfelchen ins geordnete Grün einen Pavillon, eine Laube, manchmal auch eine Konstruktion aus Laubengängen – allesamt luftige, leichte Mini-Bauten, die architektonische Abenteuer möglich machen.

Für die Chelsea Flower Show 2011 erfand zum Beispiel die Londoner Architektengruppe „Nex“ eine computergenerierte Konstruktion, die das Zellwachstum von Laub nachahmt. Für den Christlichen Garten in Berlin-Marzahn schichteten Relais Landschaftsarchitekten Verse zu einem bibliophilen Treillagenwerk. Und wie Spiegelungen den Blick ins Grün verzaubern, zeigt Olafur Eliasson mit seinem „Blind Pavillon“, hier während der Installation auf der Pfaueninsel bei Potsdam.

 

Quelle: Architektur & Wohnen, Ausgabe 01/2012
Fotograf: Stefan Müller, Studio Olafur Eliasson

Sonntag, 08 Februar 2015 00:00

Ausgezeichneter Steingarten in Schanghai

„Es ist ein ehrliches Projekt. Es versucht nicht, zu verbergen, was es ist“, schreibt die American Society of Landscape Architecture“ über den Quarry Garden (Steinbruch Garten) nicht weit von Schanghai und zeichnet ihn 2012 mit einem „Honorar Award“ aus. Gut 30 Kilometer südwestlich vom Zentrum gönnt sich die 30-Millionen-Metropole eine Auszeit im Grünen. Vor zwei Jahren wurde dort der 200 Hektar große Shanghai Chenshan Botanical Garden eröffnet, gebaut nach Masterplänen der Münchner Landschaftsarchitekten Valentien + Valentien.

Zu seinen 26 Themengärten gehört der von dem Pekinger Büro Thupdi gestaltete, rund 4,3 Hektar große Quarry Garden. Durch die einstige Granitabbauhalde winden sich Treppen zwischen rostigen Stahlwänden, Pfade führen in enge Tunnel, und über der größten Wassergrube schwebt ein filigraner Holzpfad. Er lässt die bis zu 70 Meter hohen Steilwände noch bedrohlicher aussehen. Ein begehbarer Industriethriller mit Happy End: Am Ausgang warten Blumenbeete.

 

Quelle: Architektur & Wohnen, Ausgabe 01/2013
Fotograf:
Yao Chen

Die internationale Konferenz vom 14.-16. Mai 2015 in der diesjährigen Kulturhauptstadt Europas geht dem Zusammenhang von Staatsgrenzen, grenzübergreifenden Landschaften und abgegrenzten Gemeinschaften nach. Das Grenzgebiet ist oft ein empfindlicher Raum in unserem Zusammenleben. Die Konferenz soll der Debatte über die Entwicklung der Gemeinschaften entlang der Grenze eine neue Richtung geben, bei der die Grenze einfach beiseitegeschoben wird und eine barrierefreie Landschaft entsteht.

Seit zwei Jahren geht das Regionalteam der Organisation Pilsen 2015 gemeinsam mit vielen Partnerorganisationen der Frage nach: „Welche Art von Tätigkeiten, Konzepten, Vorhaben und Projekten lässt sich mit der nachhaltigen Entwicklung der Kulturlandschaft im Grenzgebiet vereinbaren?“ Dabei sind zwei Themen ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt, nämlich die Kulturlandschaft und die Landschaftskunst, die so genannte „land art“. Mittels eines breit angelegten internationalen Aufrufs zum Einsenden von Vorschlägen („Call for Ideas“) unter dem Namen „Landschaftserneuerung“ wurden Themen der Revitalisierung in den verlassenen Grenzregionen zum zentralen Thema gemacht. Der bdla ist Partner der Konferenz.

Weitere Informationen und das Anmeldeformular finden Sie hier.

 

Quelle: plzen2015.cz

Donnerstag, 22 Januar 2015 00:00

Akzeptanz der Gartendenkmalpflege

In den Denkmalbehörden der Länder ist eine zunehmende Erosion der Gartendenkmalpflege festzustellen. Immer mehr Fragen zum Erhalt und zur Entwicklung historischer Grün- und Parkanlagen verlagern sich von der Seite der öffentlichen Hand hin zu freiberuflichen Landschaftsarchitekten. Vor diesem Hintergrund hat sich im Juli 2014 der Arbeitskreis Gartendenkmalpflege im bdla konstituiert. Das Thema ist auch Schwerpunkt der Ausgabe 4/2014 der bdla-Verbandszeitschrift "Landschaftsarchitekten". Dort erschien der nachfolgende Beitrag zur Agenda des Arbeitskreises. Weitere Artikel der Ausgabe finden Sie hier.

Für Akzeptanz der Gartendenkmalpflege und eine auskömmliche Honorierung

Von Stefan Pulkenat

Landschaftsarchitekten haben heute viel mehr mit dem Thema Gartendenkmalpflege zu tun als noch vor 20 Jahren. Mit zunehmender Anzahl von denkmalgeschützten Parks und Gärten, Stadtplätzen, Denkmalen des Städtebaus, großräumigem Ensembleschutz und der Ausweisung von historischen Kulturlandschaften entsteht mehr und mehr ein wichtiges Aufgabenfeld für Landschaftsarchitekten.

Die Unterschutzstellung und Ausweisung als Gartendenkmal beschränkt sich schon lange nicht mehr auf die repräsentativen, ehemals landesherrlichen Garten- und Parkanlagen. Dazu gekommen sind Friedhöfe, Klosteranlagen, Villengärten, Straßen, Plätze, Volksparks, Gutsanlagen, ganze Kulturlandschaften usw.

Der größte Teil der Denkmalanlagen ist in privatem oder kommunalem Besitz. Selten ist dort eine fachgerechte Pflege gesichert. Vor allem bei Kommunen werden seit den letzten 15 Jahren gärtnerische Pflegekräfte eingespart, Gartenverwaltungen und Grünflächenämter aufgelöst. Viele der dadurch fehlenden Leistungen müssen von Landschaftsarchitekten außerhalb von Verwaltungsstrukturen erbracht werden. Anlagen im Besitz von Staatlichen Garten- und Schlösserverwaltungen werden in der Regel durch angestellte Landschaftsarchitekten oder Gartenverwaltungen verwaltet und betreut. Auch hier gibt es einen Trend zum Personalabbau.

Statt kontinuierlicher Pflege zeigen immer mehr denkmalgeschützte Freianlagen einen Pflegenotstand. Wenn der Zustand zu schlecht wird, sollen die fehlenden Pflegejahre durch eine Grundinstandsetzung ersetzt werden. Hierfür bedarf es guter Fachplanungen durch spezialisierte Landschaftsarchitekten.

Notwendig ist eine Verbesserung und Regelung von gartendenkmalpflegerischen Planungsleistungen. Die von Kollegen aktuell bundesweit verwendeten Bezeichnungen, alphabetisch geordnet, reichen von: Denkmalpflegerische Zielstellung, Denkmalpflegerische Rahmenzielstellung, Instandsetzungsplanung, Parkkonzept, Parkpflegewerk, Pflege- und Entwicklungsplan, Pflegekonzept und Rahmenplanung bis Rahmenzielstellung und so weiter. Hier spiegelt sich die föderale Struktur auf dem Gebiet der Kultur wider. In den Denkmalpflegegesetzen der einzelnen Bundesländer gibt es Vielfalt. Klar geregelte Bezeichnungen und Anforderungen an Untersuchungen und Planungen zu Bau- und Gartendenkmalen gibt es kaum. Vorbildliche Regelungen gibt es in Mecklenburg-Vorpommern mit der Forderung der Erstellung einer "Denkmalpflegerischen Zielstellung" und in Sachsen-Anhalt mit einer "Rahmenzielstellung".

Der bdla-Arbeitskreis Gartendenkmalpflege will die Planungskultur und den fachlichen Umgang mit denkmalgeschützten Freianlagen verbessern. Dafür ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Historische Gärten der Deutschen Gesellschaft für Gartenkultur und Gartenkunst geplant. Es geht um die Akzeptanz der Gartendenkmalpflege und solche Themen wie:

– fehlende oder unzureichende Pflege von Gartendenkmalen und anderen "historischen" Anlagen,
– Sichtachsen kontra Baum- und Artenschutz,
– Überformung, Übernutzung von Gartendenkmalen,
– fehlende fachliche Nachbesetzung in Ämtern,
– Ausweisung, Zuordnung und Behandlung von wertvollen Freiräumen als Grün-, Gartendenkmal, auch wenn es ein Platz ohne Grün ist,
– Verfahren nach VOF für gartendenkmalpflegerische Planungsleistungen,
– gartendenkmalpflegerische Planungsmethodik, Inhalte und einheitliche Standards,
– Qualitätssicherung für gartendenkmalpflegerische Planungsleistungen,
– Vergütung gartendenkmalpflegerischer Planungsleistungen,
– usw.

Wichtigstes Ziel des bdla-Arbeitskreises Gartendenkmalpflege ist zunächst, einen Leistungskatalog für die Erarbeitung von Parkkonzepten mit denkmalpflegerischer Zielstellung zu erstellen – von der Grundlagenermittlung über die Aufarbeitung der Historie einer Parkanlage bis hin zur Bewertung und Entwicklung einer denkmalpflegerischen Zielstellung. Auf Grundlage dessen wird zu erörtern sein, wie Honorarempfehlungen entwickelt und implementiert werden können.

Innerhalb des bdla soll das Thema Gartendenkmalpflege wieder breiter diskutiert und in die Öffentlichkeitsarbeit des Berufsverbandes verstärkt mit aufgenommen werden. Dazu bezieht der Arbeitskreis zu aktuellen Fragen der Gartendenkmalpflege Stellung, u. a. auch zu der misslichen Entwicklung, dass der Staat seiner kulturellen Verantwortung immer weniger gerecht wird, indem frei werdende Stellen in den Denkmalbehörden vieler Länder nicht wiederbesetzt werden.

Uns muss bewusst sein, dass wir um die Erhaltung der denkmalgeschützten Zeugnisse der Gartenkunst mehr kämpfen müssen. Dies ist verbunden mit der Hoffnung, dass spätere Generationen das gartenkulturelle Erbe sowie die von uns heute gestalteten Anlagen ebenso pflegen, schützen und erhalten.


Quelle: bdla

Dienstag, 13 Januar 2015 00:00

Bundesgartenschau 2015 im Havelland

Die Bundesgartenschau findet 2015 in der Havelregion westlich von Berlin statt. Öffnungszeiten, Eintrittspreise und weitere Informationen zur BUGA 2015.

Die diesjährige Bundesgartentschau findet unter dem Motto "Von Dom zu Dom-das blaue Band der Havel" in der Havelregion westlich und nordwestlich von Berlin statt. Die wichtigsten Informationen zur BUGA 2015 im Überblick:

Wann findet die Bundesgartenschau 2015 statt?
Die BUGA 2015 beginnt am Sonnabend, dem 18. April 2015 und endet am Sonntag, dem 11. Oktober 2015.

Wo findet die Bundesgartenschau 2015 statt?
Die Bundesgartenschau 2015 findet erstmals an fünf Orten in der Havelregion statt, die westlich von Berlin liegt: in Brandenburg an der Havel, Premnitz, Rathenow, Amt Rhinow/Stölln und Havelberg.
Die Havelregion umfasst den größten Naturpark des Landes Brandenburg, dem Naturpark Westhavelland, und reicht bis nach Sachsen-Anhalt in das Biosphärenreservat Mittelelbe hinein.

Wie sind die Öffnungszeiten für die BUGA 2015?
April: Montag bis Sonntag 9-18 Uhr
Mai bis September: Montag bis Sonntag 9-19 Uhr
Oktober: Montag bis Sonntag 9-18 Uhr

Die Gelände öffnen zu den Kassenöffnungszeiten. Besucher können bis zum Einbruch der Dämmerung auf den Geländen bleiben.

Was kostet der Eintritt für die BUGA 2015?
Zur Bundesgartenschau werden 3 Arten von Eintrittskarten angeboten:
- Eintrittskarte Standard: Berechtigt zum einmaligen Besuch aller fünf Standorte; Preis: 20 Euro
- Dauerkarte: Gilt für alle 177 BUGA-Tage und alle Standorte; Preis: 90 Euro
- Feierabendkarte: Einmaliger Eintritt zu allen BUGA-Geländen ab 17 Uhr; Preis: 10 Euro

Kinder bis 6 Jahre haben freien Eintritt, Kinder und Jugendliche von 7-17 Jahren zahlen 2 Euro für alle Standorte zusammen.

Anreise zur Bundesgartenschau 2015 aus Berlin
Die Havelregion ist über drei Regionalexpresslinien (RE 1, 2 und 4) und einen IC-Halt in Rathenow überregional erschlossen. Alle BUGA-Standorte sind in der Regel aus allen Richtungen stündlich zu erreichen.
Die offiziellen Seiten der BUGA 2015 bieten detaillierte Informationen für die Anreise mit Bahn, Auto, Bus, Fahrrad und Reisebus.

Veranstaltungsprogramm der BUGA 2015
Das Veranstaltungsprogramm für die BUGA 2015 umfasst Gelände-Führungen, Konzerte, Kinderprogramme, Blumenschauen, Tanz und Theateraufführungen, Pflanzenberatung, Bildungsprojekte und vieles mehr. Das vollständige Programm gibt es auf den offiziellen BUGA-Seiten.

 

 

Foto: © Zweckverband Bundesgartenschau 2015 Havelregion

Freitag, 02 Januar 2015 00:00

Wohnbebauung Wohlgelegen Mannheim

Städtebau und Freiräumliche Qualität | Die städtebauliche und gestalterische Leitidee des Entwurfes folgt der Überlegung vom familienfreundlichen Wohnen im Grünen – vom Wohnen im Park. Die vorhandene Struktur des städtischen Raumes wird nicht nur erhalten, sondern durch die Stellung der Baukörper und die differenzierten Öffnungen zu den Straßenräumen neu interpretiert. Die Anordnung der Baukörper und deren Verdrehung lassen beschützte hochattraktive Innenbereiche mit harmonischen Proportionen entstehen. Kleine Höfe und gestaltete Innenflächen bieten vielfältige Erfahrungsräume und laden zur informellen Kommunikation ein. Durch das Drehen der Baukörper können etliche großkronige Bäume erhalten werden. Ergänzend schlagen wir das Ausgraben und Einlagern der restlichen Bäume vor. Diese können dann in die durch das Drehen der Baukörper entstandenen großzügigen Gebäudefugen wieder eingepflanzt werden. Diese Maßnahme ist nicht nur als ökologisch nachhaltig zu bewerten, es werden dadurch den zukünftigen Bewohnern sofort nach Bezug intakte Außenräume geboten. Jede Erdgeschoßwohnung erhält einen abgegrenzten Vorgartenbereich. Die Höhendifferenz an der Karl Benz Straße wird über zwischen den Gebäude liegende Höfe aufgenommen.

Architektonische und gestalterische Qualität | Das architektonische Erscheinungsbild versucht sich über eine differenzierte Fassadengliederung und über gleichartige Fenstermotive in den bestehenden Kontext der umliegenden Stadtvillen einzufügen. Das Ziel ist eine Auflösung der massiven Wandflächen und ein Verschmelzen des Baukörpers mit dem Grün- und Straßenraum. Die Füllflächen sind bei angrenzenden Individualräumen großflächig und lösen sich bei Wohnräumen auf bzw. werden dort durch Glasflächen ersetzt. Durch dieses Wechselspiel der Fassadenfläche und Verbindung mit der Drehung der Baukörper entsteht eine ablesbare Fassade. Ähnlich wie bei den umliegenden Stadthäusern werden die Loggien teilweise körperhaft vor den Baukörper gestellt. 

PROJEKTBETEILIGTE
Architekten
PIA Architekten, Karlsruhe (DE), Mannheim (DE)

PROJEKTDATEN
Baubeginn 2015
Fertigstellung 2016
Gebäudetyp Wohnumfeld
Projektadresse DE-68167 Mannheim

 

Quelle/Foto: PIA Architekten, Karlsruhe

Samstag, 27 Dezember 2014 00:00

Grundschule Burgunderweg, Hamburg-Niendorf

Im Zuge der Sanierung und Erweiterung der Schule wurde der asphaltierte Pausenhof entsiegelt und neu gestaltet mit vielseitigen Nutzungen.
 
  • PROJEKTBETEILIGTE

     

      • Landschaftsarchitekten
      • GHP Landschaftsarchitekten, Hamburg (DE) 
      • Bauherren
      • SBH | Schulbau Hamburg, Hamburg (DE)

 PROJEKTDATEN


Baubeginn 2012
Fertigstellung 2014
Gebäudetyp Innenräume, Möblierung / Schulhöfe (Renovierung / Sanierung)
Projektgröße
Fläche der Freianlagen 2.400 m2
Projektadresse Burgunderweg 2
DE-22453 Hamburg

Foto: GHP Landschaftsarchitekten

Samstag, 27 Dezember 2014 00:00

Streuobstwiese Altglienicke, Berlin

Die Obstwiese ist eine Parkanlage, in der in besonderer Weise die Erholung der Besucher und der Schutz von Pflanzen und Tieren miteinander verbunden werden. Zwischen den Obstbäumen kann auf verschlungenen Pfaden die Natur erlebt werden.
Durch Pflanzung hochstämmiger Obstbäume wie Kirsche, Zwetschge, Apfel, Birne und Quitte mit einem Abstand untereinander von jeweils 11 m wird die historische Nutzungsform der Obstwiese nachgebildet. Besucher können die Früchte ernten. Der Abstand der Bäume untereinander ist so groß, dass der jährliche Pflegeschnitt der Wiese gut durchgeführt werden kann.
Die bestehenden fruchttragenden Sträucher und Bäume wie z.B. Wildapfel, Wildkirsche und Wildrose werden erhalten. Reisig-, Ast- und Stammmaterial der gerodeten Bäume wird zu Reisig- und Astholzstreifen aufgeschichtet. Mithilfe der Holzstreifen werden die Wildobstinseln zu Flächen mit klarer Abgrenzung zusammengefasst.
Im Zusammenhang mit der Anlage der Streuobstwiese durch hochC wurde auch eine Beschilderung mit Besucherleitsystem entwickelt. 
Wer nachlesen möchte, was es in der Anlage zu sehen und zu erleben gibt, der kann auf die Informationsstelen schauen, die über die Fläche verteilt sind. Auf der Webseite der Obstwiese Altglienicke wird man einen Audioguide, Videos, Fotos und weitere spannende und interessante Informationen rund um die Obstwiese finden. Mit dem Smartphone gelangt man mit Hilfe des nebenstehenden QR-Codes direkt auf die website des Bezirksamts.
Für Quizfreunde ist ein kleines naturwissenschaftliches Quiz für Kinder und Jugendliche integriert.

 

PROJEKTBETEILIGTE

bewegen maximieren

PROJEKTDATEN

maximieren

Baubeginn 11/2012
Fertigstellung 03/2013
Gebäudetyp Park-, Grünanlagen
Projektgröße
Fläche der Freianlagen 26.000 m2
Projektkosten
Baukosten (gesamt) 370.000 EUR
Projektadresse DE-12524 Berlin-Altglienicke

 

Foto: hochC Landschaftsarchitektur, Berlin

Samstag, 27 Dezember 2014 00:00

Wohngebietspark Hagenstraße, Berlin

Der Wohngebietspark erhält eine grüne Mitte in Form einer multifunktional nutzbaren
Rasenfläche. Ein umlaufender Rundweg fasst die grüne Mitte ein und bindet an vier
Wegeverbindungen zur Hagenstraße und zur Dietlindestraße an. 
Unterschiedliche Nutzungsangebote gliedern sich in zellenartigen Strukturen an den Rundweg an und sind zukünftig noch erweiterbar. Vorgesehen sind Bolzplatz mit Graffittiwand, Kletterspielplatz mit Parcours für alle und ein Kleinkinderspielplatz mit Wasserpumpe.
Der vorhandene Baumbestand bleibt so weit wie möglich erhalten und wird punktuell ergänzt. Die Grünflächen außerhalb des Rundweges werden gestaffelt nach Strauch- und Gehölzflächen sowie verschieden häufig gemähte Wiesenflächen. Zu den Rändern hin werden die Strukturen höher und bieten so eine pflanzliche Abgrenzung zu den Straßen hin.

Entlang des Rundweges und an den Freizeitangeboten werden Sitzbänke vorgesehen. Sie sind als Sichtbeton-Fertigteile mit Holzauflagen geplant, welche teilweise mit Rückenlehnen ausgestattet werden.
Der Kletterspielplatz soll einen Kletterwald mit verschiedenen Möglichkeiten zum Hangeln,
Balancieren und Klettern bieten. Weiterhin wird es eine Seilbahn geben. Die Spielgeräte werden aus farbig lackierten, teilweise gebogenen Stahlpfosten vorgesehen. 
Der Kletterspielplatz wird als Schutz vor Hunden eingezäunt bzw. von Sitzbänken und Strauchpflanzungen eingefasst. Angrenzend an den Kletterspielplatz wird der ‚Parcous für alle’ positioniert. Hier wird es auf einer Hartgummifläche einen Parcours zum Balancieren und Trainieren verschiedener Sinne geben.
Ergänzt wird das Angebot durch ein Bodentrampolin.
Neben Kletterspielplatz und Parcours bietet die Fläche auch einen Aufenthaltsbereich, auf dem nach Möglichkeit eine lange Tafel ihren Platz finden soll. An dem rd. 10m
langen Tisch mit Sitzbänken können sich die Parkbesucher treffen und ihr Picknick genießen. Auf der Fläche sind zudem auch zwei Tischtennisplatten geplant.
Für Kleinkinder wrd ein Wasserspielplatz mit verschieden hohen Matschtischen gebaut. Ein kleiner Kletterturm mit Sandförderspiel und Edelstahl-Rutsche bietet auch für die kleineren Kinder ein Kletterangebot. Eine hölzerne Kletterskulptur zeigt einen dreiköpfigen Drachen.

 

PROJEKTBETEILIGTE

bewegen maximieren

Baubeginn 05/2014
Gebäudetyp Park-, Grünanlagen (Neubau)
Projektadresse Hagenstraße
DE-10365 Berlin

 

Foto: hochC Landschaftsarchitektur, Berlin

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Über L-UMP.net

L-UMP.net wurde zunächst von zwei Studenten als Portal für den Austausch von Studienunterlagen konzipiert und dann später als Online-Magazin für Interessierte und das Fachpublikum weiter entwickelt.

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