Montag, 30 November 2015 12:58

Ausgebucht: bdla-Bauleitergespräche 2016

Am 15.01. bis 16.01.2015 finden die bdla-Bauleitergespräche zum 20sten Mal statt.
In diesem Rahmen treffen sich Landschaftsarchitekten aus Planungsbüros und Verwaltungen aus ganz Deutschland um aktuelle Themen aus Bautechnik und Baumanagement in der Freiraumplanung ebenso wie Fragen des Architekten- und Honorarrechts zu diskutieren.
Das Programm wird durch verschiedene Exkursionen u.a. zur Baustelle der IGA Berlin 2017 abgerundet.

Schon jetzt teilt der BDLA auf seiner Webseite, dass die Veranstaltung bereits ausgebucht ist, aber es bestünde noch die Möglichkeit diverse Interessierte auf die Warteliste zu setzen.

Freigegeben in Aktuelles

Die Umweltbaubegleitung (UBB) entwickelt sich zu einem wichtigen Instrument bei Bauprojekten. Sie ist eine eigenständige beratende Leistung im Baugeschehen und sollte nur an hierfür besonders qualifizierte Fachleute vergeben werden. Als noch junges Planungsinstrument weist die UBB zwangsläufig einen geringen Standardisierungsgrad auf. Die Praxis ist vielfältig, was auch der Vielfalt der Bauvorhaben, den diversen Rechtsgrundlagen sowie den jeweils relevanten Schutzgütern geschuldet ist.

Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, die Leistungen oder Aufgaben eines Umweltbaubegleiters in einer schriftlichen, eindeutigen Vereinbarung zu definieren. Dr. Herbert Franken, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht, hat einen Mustervertrag zur Umweltbaubegleitung entworfen, der vom bdla Auftraggebern und Planern als Orientierungshilfe für die Vertragsgestaltung angeboten wird. 

Die vorgeschlagenen Vertragsinhalte decken den wesentlichen Regelungsbedarf ab und können folglich als Checkliste für individuelle Vertragsregelungen herangezogen werden. Das Vertragsmuster macht die Notwendigkeit deutlich, den jeweiligen Vertrag mit der notwendigen Fachkunde zu entwickeln. So ist bspw. besonderes Augenmerk auf den Zweck der Beauftragung ggfs. mit Einschränkungen des Leistungs- oder Aufgabenkatalogs zu legen. Der Mustervertrag dient damit einer sachgerechten Vereinbarung zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer. Er gliedert sich in die Teile

  • Gegenstand und Grundlage des Vertrages,
  • Aufgaben der Umweltbaubegleitung,
  • Mitwirkungspflichten des Auftraggebers, 
  • Stellung und Vergütung des Auftragnehmers, 
  • Beendigung der Tätigkeit, 
  • Kündigung des Vertrages und Haftung des Auftragnehmers.

Der Mustervertrag wurde von Dr. Franken im Kontext der Fortbildung „Besondere Fachkunde Umweltbaubegleitung“ an der Hochschule Osnabrück entwickelt sowie eingehend mit vielen Fachleuten diskutiert.

Besondere Fachkunde Umweltbaubegleitung

Für 2015 ist auch die Neuauflage des Handbuchs für die Vergabe für freiberufliche Leistung im Straßenbau, HVA F-StB, absehbar. Diese neue Fassung wird erstmals eine Leistungsbeschreibung der UBB enthalten sowie die Vergabepraxis der Straßenbaubehörden standardisieren. Aber auch Kommunen, Infrastrukturentwickler und Baufirmen setzen verstärkt auf die positiven Wirkungen einer qualifizierten Umweltbaubegleitung.

Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass die Nachfrage nach den Ausbildungsplätzen im Fortbildungskurs „Besondere Fachkunde Umweltbaubegleitung“ weiterhin hoch ist. Der bdla und die Hochschule Osnabrück, Fachgebiet Landschaftsplanung, bieten seit 2012 gemeinsam eine berufsbegleitende Zusatzqualifikation Umweltbaubegleitung an. Mittlerweile haben fast 100 Praktiker den Kurs erfolgreich absolviert und können ihre Qualifikation durch ein Hochschulzertifikat dokumentieren. Die Ausbildung baut auf vorhandenen ökologischen und verfahrensrechtlichen Kenntnissen auf und vermittelt kommunikative, rechtliche, bautechnische und naturwissenschaftliche Kompetenz.

 

Quelle/Foto: BDLA

Freigegeben in Aktuelles
Donnerstag, 22 Januar 2015 00:00

Akzeptanz der Gartendenkmalpflege

In den Denkmalbehörden der Länder ist eine zunehmende Erosion der Gartendenkmalpflege festzustellen. Immer mehr Fragen zum Erhalt und zur Entwicklung historischer Grün- und Parkanlagen verlagern sich von der Seite der öffentlichen Hand hin zu freiberuflichen Landschaftsarchitekten. Vor diesem Hintergrund hat sich im Juli 2014 der Arbeitskreis Gartendenkmalpflege im bdla konstituiert. Das Thema ist auch Schwerpunkt der Ausgabe 4/2014 der bdla-Verbandszeitschrift "Landschaftsarchitekten". Dort erschien der nachfolgende Beitrag zur Agenda des Arbeitskreises. Weitere Artikel der Ausgabe finden Sie hier.

Für Akzeptanz der Gartendenkmalpflege und eine auskömmliche Honorierung

Von Stefan Pulkenat

Landschaftsarchitekten haben heute viel mehr mit dem Thema Gartendenkmalpflege zu tun als noch vor 20 Jahren. Mit zunehmender Anzahl von denkmalgeschützten Parks und Gärten, Stadtplätzen, Denkmalen des Städtebaus, großräumigem Ensembleschutz und der Ausweisung von historischen Kulturlandschaften entsteht mehr und mehr ein wichtiges Aufgabenfeld für Landschaftsarchitekten.

Die Unterschutzstellung und Ausweisung als Gartendenkmal beschränkt sich schon lange nicht mehr auf die repräsentativen, ehemals landesherrlichen Garten- und Parkanlagen. Dazu gekommen sind Friedhöfe, Klosteranlagen, Villengärten, Straßen, Plätze, Volksparks, Gutsanlagen, ganze Kulturlandschaften usw.

Der größte Teil der Denkmalanlagen ist in privatem oder kommunalem Besitz. Selten ist dort eine fachgerechte Pflege gesichert. Vor allem bei Kommunen werden seit den letzten 15 Jahren gärtnerische Pflegekräfte eingespart, Gartenverwaltungen und Grünflächenämter aufgelöst. Viele der dadurch fehlenden Leistungen müssen von Landschaftsarchitekten außerhalb von Verwaltungsstrukturen erbracht werden. Anlagen im Besitz von Staatlichen Garten- und Schlösserverwaltungen werden in der Regel durch angestellte Landschaftsarchitekten oder Gartenverwaltungen verwaltet und betreut. Auch hier gibt es einen Trend zum Personalabbau.

Statt kontinuierlicher Pflege zeigen immer mehr denkmalgeschützte Freianlagen einen Pflegenotstand. Wenn der Zustand zu schlecht wird, sollen die fehlenden Pflegejahre durch eine Grundinstandsetzung ersetzt werden. Hierfür bedarf es guter Fachplanungen durch spezialisierte Landschaftsarchitekten.

Notwendig ist eine Verbesserung und Regelung von gartendenkmalpflegerischen Planungsleistungen. Die von Kollegen aktuell bundesweit verwendeten Bezeichnungen, alphabetisch geordnet, reichen von: Denkmalpflegerische Zielstellung, Denkmalpflegerische Rahmenzielstellung, Instandsetzungsplanung, Parkkonzept, Parkpflegewerk, Pflege- und Entwicklungsplan, Pflegekonzept und Rahmenplanung bis Rahmenzielstellung und so weiter. Hier spiegelt sich die föderale Struktur auf dem Gebiet der Kultur wider. In den Denkmalpflegegesetzen der einzelnen Bundesländer gibt es Vielfalt. Klar geregelte Bezeichnungen und Anforderungen an Untersuchungen und Planungen zu Bau- und Gartendenkmalen gibt es kaum. Vorbildliche Regelungen gibt es in Mecklenburg-Vorpommern mit der Forderung der Erstellung einer "Denkmalpflegerischen Zielstellung" und in Sachsen-Anhalt mit einer "Rahmenzielstellung".

Der bdla-Arbeitskreis Gartendenkmalpflege will die Planungskultur und den fachlichen Umgang mit denkmalgeschützten Freianlagen verbessern. Dafür ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Historische Gärten der Deutschen Gesellschaft für Gartenkultur und Gartenkunst geplant. Es geht um die Akzeptanz der Gartendenkmalpflege und solche Themen wie:

– fehlende oder unzureichende Pflege von Gartendenkmalen und anderen "historischen" Anlagen,
– Sichtachsen kontra Baum- und Artenschutz,
– Überformung, Übernutzung von Gartendenkmalen,
– fehlende fachliche Nachbesetzung in Ämtern,
– Ausweisung, Zuordnung und Behandlung von wertvollen Freiräumen als Grün-, Gartendenkmal, auch wenn es ein Platz ohne Grün ist,
– Verfahren nach VOF für gartendenkmalpflegerische Planungsleistungen,
– gartendenkmalpflegerische Planungsmethodik, Inhalte und einheitliche Standards,
– Qualitätssicherung für gartendenkmalpflegerische Planungsleistungen,
– Vergütung gartendenkmalpflegerischer Planungsleistungen,
– usw.

Wichtigstes Ziel des bdla-Arbeitskreises Gartendenkmalpflege ist zunächst, einen Leistungskatalog für die Erarbeitung von Parkkonzepten mit denkmalpflegerischer Zielstellung zu erstellen – von der Grundlagenermittlung über die Aufarbeitung der Historie einer Parkanlage bis hin zur Bewertung und Entwicklung einer denkmalpflegerischen Zielstellung. Auf Grundlage dessen wird zu erörtern sein, wie Honorarempfehlungen entwickelt und implementiert werden können.

Innerhalb des bdla soll das Thema Gartendenkmalpflege wieder breiter diskutiert und in die Öffentlichkeitsarbeit des Berufsverbandes verstärkt mit aufgenommen werden. Dazu bezieht der Arbeitskreis zu aktuellen Fragen der Gartendenkmalpflege Stellung, u. a. auch zu der misslichen Entwicklung, dass der Staat seiner kulturellen Verantwortung immer weniger gerecht wird, indem frei werdende Stellen in den Denkmalbehörden vieler Länder nicht wiederbesetzt werden.

Uns muss bewusst sein, dass wir um die Erhaltung der denkmalgeschützten Zeugnisse der Gartenkunst mehr kämpfen müssen. Dies ist verbunden mit der Hoffnung, dass spätere Generationen das gartenkulturelle Erbe sowie die von uns heute gestalteten Anlagen ebenso pflegen, schützen und erhalten.


Quelle: bdla

Freigegeben in Aktuelles

100 Projekte aus 100 Jahren Landschaftsarchitektur präsentiert der Bund deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) in seiner neuen Online-Ausstellung. Gezeigt wird eine umfassende Sammlung geplanter und gebauter Projekte in Freiraum und Landschaft der Jahre 1913 bis 2013. Die ausgewählten Beiträge sind

Freigegeben in Aktuelles

Über L-UMP.net

L-UMP.net wurde zunächst von zwei Studenten als Portal für den Austausch von Studienunterlagen konzipiert und dann später als Online-Magazin für Interessierte und das Fachpublikum weiter entwickelt.

Soziale Netzwerke