Dienstag, 26 Mai 2015 19:30

Wettbewerb Zukunftsstadt 2030

Leise Autos, die keine Abgase mehr ausstoßen. Gesundes Gemüse, das auf Hausdächern gedeiht. Neue Gebäudekonzepte, die aus Abwasser klimafreundliche Energie gewinnen. Für die Stadt der Zukunft gibt es viele Ideen, die das Leben in der Stadt verbessern. Diese mit den Bürgern zu diskutieren, gemeinsame Visionen für die Zukunft zu entwickeln und in ersten Städten zu erproben – darum geht es im Wettbewerb „Zukunftsstadt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. 52 ausgewählte Städte, Gemeinden und Landkreise entwickeln dafür gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Wissenschaft, lokaler Politik, Wirtschaft und Verwaltung eine ganzheitliche und nachhaltige Vision 2030+ für ihre Kommune. Über drei Phasen hinweg sollen die Visionen am Ende, ab dem Jahr 2018, in Reallaboren umgesetzt und dem Praxistext unterzogen werden.

Bürgerschaft und Wissenschaft gemeinsam für die Stadt von morgen
Ob es um sichere Arbeit, bezahlbares Wohnen, Klimaanpassung, nachhaltige Mobilität oder Energieversorgung geht: Wenn Städte, Gemeinden und Landkreise die großen Herausforderungen der Zukunft meistern wollen, müssen sie Bürger und Wissenschaft in ihre Entscheidungen miteinbeziehen. Im Wettbewerb „Zukunftsstadt“ bringen deshalb Teams aus Bürgern, Wissenschaft, lokaler Politik, Wirtschaft und Verwaltung ihre Vorstellungen an einen Tisch. Der Städtewettbewerb soll zeigen: Die Städte der Zukunft sind ein Gemeinschaftsprojekt, das alle angeht.

Schritt für Schritt in Richtung Zukunft
Insgesamt umfasst der Wettbewerb „Zukunftsstadt“ drei Phasen: von der Entwicklung einer Vision über die Planung der Umsetzung bis hin zur Umsetzung selbst. Aus insgesamt 168 Bewerbungen aus dem gesamten Bundesgebiet hat eine unabhängige Jury aus Expertinnen und Experten im April 2015 insgesamt 52 Städte, Landkreise und Gemeinden für die Teilnahme an der ersten Projektphase ausgewählt. Sie stehen nun vor der Aufgabe, konkrete Handlungsempfehlungen und Umsetzungsvorschläge für die Zukunft ihrer Kommune zu erarbeiten. Dafür stehen Fördermittel von insgesamt 1,75 Millionen Euro zur Verfügung.

Mit ihren Ergebnissen können sie sich für die weiteren zwei Phasen des Wettbewerbs qualifizieren. 2016 starten bis zu 20 ausgewählte Städte, Landkreise und Gemeinden in die zweite Phase der konkreten Planung. 2018 erhalten dann bis zu acht Kommunen die Chance, die von ihnen entwickelte Vision in die Realität umzusetzen.

Partner des Wettbewerbs im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2015 sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund und der Deutsche Landkreistag. Der Wettbewerb ist Teil der Leitinitiative „Zukunftsstadt“ des Rahmenprogramms „Forschung für Nachhaltige Entwicklungen“ (FONA³).

Bekanntmachung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung von Richtlinien zur Förderung des Wettbewerbs „Zukunftsstadt“

Freigegeben in Wettbewerbe

Das Bundesbauministerium stellt auch in diesem Jahr 50 Millionen Euro für Städtebauprojekte von besonderer nationaler Bedeutung und Qualität zu Verfügung. Für das Investitionsprogramm "Nationale Projekte des Städtebaus" können sich Vorhaben u.a. aus den Bereichen Denkmalschutz, UNESCO-Kulturerbe und Grün in der Stadt bewerben.

Gesucht werden Premium-Projekte, die beispielgebend und zukunftsweisend sind. Interessierte Städte und Gemeinden können bis 20. Mai 2015 ihre Projekte beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) einreichen. Die Bewertung dieser Vorschläge übernimmt eine interdisziplinär besetzte Jury. Das neue Bundesprogramm zur Förderung von Investitionen in nationale Projekte des Städtebaus wurde im vergangenen Jahr erstmals aufgelegt und fand große Resonanz.

Den Projektaufruf finden Sie hier.

 

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